Die Pandemie hat die entscheidende Bedeutung der Echtheit von Gesundheitsdokumenten hervorgehoben. Mit dem Urteil Nr. 30766 vom 15. September 2025 klärt der Kassationsgerichtshof die rechtliche Natur von COVID-19-ärztlichen Befunden und die strafrechtlichen Folgen ihrer Veränderung. Eine grundlegende Entscheidung für das öffentliche Vertrauen.
Der Fall betraf Herrn F. M., der beschuldigt wurde, einen molekularbiologischen COVID-19-Testbefund manipuliert zu haben, um den "Green Pass" zu erhalten. Das Berufungsgericht von Ancona hatte die Straftat der materiellen Fälschung einer öffentlichen Urkunde qualifiziert. Der Kassationsgerichtshof erklärte die Berufung für unzulässig und bestätigte diese Ausrichtung, wodurch ein relevanter Grundsatz für den Schutz des öffentlichen Vertrauens festgelegt wurde.
Die Handlung der Veränderung eines ärztlichen Befunds bezüglich eines molekularbiologischen Tests, der die Positivität des Patienten auf das SARS-CoV-2-Virus bescheinigt, stellt die Straftat der materiellen Fälschung einer öffentlichen Urkunde durch einen Privatmann gemäß Art. 476 und 482 StGB dar, da die darin enthaltene Diagnose den Charakter eines privilegierten Glaubens hat, da sie zur Bescheinigung einer Situation bestimmt ist, die in den Erkenntnisbereich des bescheinigenden Amtsträgers fällt und auch eine rechtliche Wirkung außerhalb der bloßen gesundheitlichen oder therapeutischen Angabe hat. (Sachverhalt bezüglich einer Handlung, die auf die Ausstellung des sogenannten "Green Pass" abzielte, der für die Fortbewegung im Hoheitsgebiet im Rahmen des pandemischen Notstands von Covid-19 erforderlich war).
Diese Leitsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs ist entscheidend. Sie qualifiziert die Veränderung eines COVID-19-Befunds als Straftat der materiellen Fälschung einer öffentlichen Urkunde (Art. 476 und 482 StGB). Die "privilegierte Natur" der Diagnose ist zentral: Der Befund ist kein einfaches Privatdokument, sondern eine Bescheinigung, die von einem Amtsträger (Arzt oder Techniker) festgestellt wird und rechtliche externe Wirkungen hat, wie die Ausstellung des Green Pass, und genießt eine Vermutung der Wahrheit, die sie einer öffentlichen Urkunde gleichstellt.
Die Art. 476 und 482 StGB sanktionieren die materielle Fälschung von öffentlichen Urkunden. Ein ärztlicher Befund wird zu einer "öffentlichen Urkunde", wenn er von einem Amtsträger festgestellte Tatsachen beweist und externe Relevanz hat, wie im Fall des Green Pass. Die Veränderung solcher Dokumente schädigt das öffentliche Vertrauen, d.h. das kollektive Vertrauen in die Echtheit offizieller Dokumente. Die Folgen sind schwerwiegend:
Das Urteil Nr. 30766/2025 des Kassationsgerichtshofs bekräftigt die Unverzichtbarkeit der Integrität offizieller Dokumente. Ein ärztlicher Befund mit bescheinigender Funktion und externen rechtlichen Auswirkungen ist eine öffentliche Urkunde. Individuelle Handlungen, insbesondere wenn sie die kollektive Gesundheit und Sicherheit beeinträchtigen, müssen die Vorschriften einhalten. Unsere Anwaltskanzlei bietet Unterstützung in Angelegenheiten von Straftaten gegen das öffentliche Vertrauen.