Sich einer medizinischen Behandlung oder einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, erfordert ein Höchstmaß an Vertrauen in den Arzt und die Krankenhausinstitution. Dieses Vertrauen muss jedoch auf einer vollständigen und bewussten Kenntnis der Risiken und Alternativen beruhen. Wenn ein Patient Schaden erleidet oder unerwartete Folgen erfährt, weil er nicht oder nur unzureichend informiert wurde, liegt eine Verletzung seiner Grundrechte vor. Als Anwalt für medizinische Haftung in Mailand versteht Avv. Marco Bianucci die Verwirrung und Frustration, die entstehen, wenn man feststellt, dass die eigene Gesundheit nicht mit der gebotenen Transparenz behandelt wurde.
Die informierte Zustimmung ist keine bloße bürokratische Formalität oder eine Unterschrift, die hastig auf einem Vordruck vor dem Betreten des Operationssaals geleistet wird. Das Gesetz 219/2017 und die gefestigte Rechtsprechung des Obersten Kassationsgerichtshofs definieren sie als die Synthese zweier grundlegender Rechte der Person: das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf Gesundheit. Der Arzt ist rechtlich verpflichtet, dem Patienten klare, vollständige und erschöpfende Informationen über die Diagnose, die Prognose, die vorhersehbaren Vorteile und Risiken der vorgeschlagenen medizinischen Behandlung sowie über mögliche therapeutische Alternativen zu geben. Wenn diese Informationsphase unterlassen, unvollständig oder unverständlich ist, gilt die medizinische Behandlung als rechtswidrig, unabhängig von der technischen Korrektheit der Ausführung der medizinischen Leistung.
Es ist wichtig, die Arten von Schäden zu unterscheiden, die aus der Verletzung der Informationspflicht resultieren können. Es gibt den Gesundheitsschaden, der eintritt, wenn der Patient, wenn er korrekt über die Risiken informiert worden wäre, den Eingriff abgelehnt und somit die Komplikation vermieden hätte, die dann eingetreten ist. Dann gibt es den Schaden durch Verletzung des Rechts auf Selbstbestimmung, der auch dann besteht, wenn der Eingriff korrekt durchgeführt wurde und die Gesundheit des Patienten verbessert hat, aber dem Patienten die Freiheit genommen wurde, bewusst zu entscheiden, ob er sich der Behandlung unterziehen möchte oder nicht, und er durch unerwartete, auch wenn nicht invalidisierende Folgen beunruhigt wurde. Ein Anwalt für medizinische Haftung weiß, wie diese verschiedenen Schadenspositionen korrekt identifiziert und quantifiziert werden, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten.
Die Anwaltskanzlei Bianucci bearbeitet Fälle von Verletzungen der informierten Zustimmung mit einer strengen und analytischen Methode. Avv. Marco Bianucci, als Anwalt für medizinische Haftung in Mailand, arbeitet mit vertrauenswürdigen Rechtsmedizinern zusammen, um die gesamte klinische Dokumentation zu prüfen. Ziel ist es nicht nur, die Unterschrift auf dem Formular zu überprüfen, sondern die Qualität der erhaltenen Informationen zu analysieren: War sie für den Patienten verständlich? War sie spezifisch für diese Art von Eingriff? Wurden die eingetretenen Risiken dargelegt? Die Strategie der Kanzlei konzentriert sich auf den Nachweis des kausalen Zusammenhangs zwischen der fehlenden Information und dem dem Mandanten entstandenen Schaden, um eine solide Verteidigung aufzubauen, die auf die Erzielung einer gerechten Entschädigung abzielt, wobei nach Möglichkeit außergerichtliche Wege für eine schnellere Streitbeilegung bevorzugt werden.
Ja, die bloße Unterschrift auf einem generischen Formular entbindet den Arzt nicht von der Verantwortung, wenn die Information nicht klar und vollständig mündlich erteilt wurde. Wenn das Formular unverständlich, zu allgemein war oder kein echtes klärendes Gespräch stattfand, kann die Zustimmung als ungültig betrachtet werden. Es ist notwendig, den spezifischen Fall zu analysieren, um zu beurteilen, ob die erteilte Information für die Komplexität des Eingriffs angemessen war.
Absolut ja. Auch wenn die Operation fachgerecht durchgeführt wurde, kann ein Anspruch auf Entschädigung für die Verletzung des Rechts auf Selbstbestimmung bestehen, wenn der Patient negative Folgen oder Funktionseinschränkungen erleidet, vor denen er nicht gewarnt wurde. Der Patient muss nachweisen, dass er den Eingriff abgelehnt oder eine andere Therapie gewählt hätte, wenn er von diesen spezifischen Risiken gewusst hätte.
Die Verjährungsfristen variieren je nach Art der Haftung. Im Allgemeinen beträgt die Frist für die vertragliche Haftung der Krankenhausinstitution zehn Jahre ab dem Zeitpunkt, an dem der Schaden eingetreten ist und als Folge der medizinischen Behandlung wahrgenommen wurde. Es ist jedoch immer ratsam, umgehend zu handeln, um die Beschaffung von Dokumenten und Zeugenaussagen zu erleichtern.
Die Beweislast für die Erfüllung der Informationspflicht liegt beim Arzt und der Krankenhausinstitution. Sie müssen nachweisen, dass sie eine vollständige und erschöpfende Information erteilt haben. Der Patient kann jedoch, unterstützt von einem kompetenten Anwalt, Indizien vorlegen, wie z. B. die Allgemeinheit der Krankenakte oder Zeugenaussagen, um die These der fehlenden Information zu stützen.
Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie einer medizinischen Behandlung unterzogen wurden, ohne die gebotenen Informationen über Risiken und Folgen erhalten zu haben, ist es wichtig, Ihre rechtliche Position zu klären. Avv. Marco Bianucci, Anwalt für medizinische Haftung in Mailand, steht Ihnen zur Verfügung, um Ihre Angelegenheit mit Professionalität und Vertraulichkeit in der Kanzlei in der Via Alberto da Giussano, 26, zu analysieren. Kontaktieren Sie uns, um einen Termin zu vereinbaren und gemeinsam die Möglichkeiten zur Wahrung Ihrer Rechte zu prüfen.