Urteil Nr. 3015 von 2024: Falsche Bescheinigung bei Besuchen von Gefangenen

Der Oberste Kassationsgerichtshof hat mit Urteil Nr. 3015 vom 27. November 2024 ein Thema von erheblicher Bedeutung im Zusammenhang mit falschen Bescheinigungen über Vorstrafen im Hinblick auf Anträge auf Besuche von Gefangenen behandelt. Diese Entscheidung hat aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Rechte der Gefangenen und die Modalitäten des Zugangs zu Besuchen erhebliches Interesse geweckt. In diesem Artikel werden wir die wichtigsten Punkte des Urteils und die daraus resultierenden rechtlichen Auswirkungen analysieren.

Die Konfigurierbarkeit des Delikts der falschen Bescheinigung

Das Gericht hat entschieden, dass das Verhalten derjenigen, die in der Ersatzerklärung für die Bescheinigung, die für Besuche von Gefangenen erforderlich ist, falsch bescheinigen, keine Vorstrafen zu haben, das Delikt der falschen Bescheinigung oder Erklärung gegenüber einem Amtsträger über die eigenen persönlichen Eigenschaften erfüllt. Dieser Grundsatz ist von grundlegender Bedeutung, da er unterstreicht, dass die Richtigkeit der gemachten Angaben für die Zulässigkeit des Besuchs selbst von entscheidender Bedeutung ist.

Antrag auf Besuche von Gefangenen - Falsche Bescheinigung über eigene Vorstrafen - Delikt der falschen Bescheinigung oder Erklärung gegenüber einem Amtsträger über die eigenen persönlichen Eigenschaften - Konfigurierbarkeit - Bestehen - Delikte gemäß Art. 483 und 496 StGB - Ausschluss. Das Verhalten derjenigen, die in der Ersatzerklärung für die Bescheinigung, die für Besuche von Gefangenen erforderlich ist, falsch bescheinigen, keine Vorstrafen zu haben, erfüllt das Delikt der falschen Bescheinigung oder Erklärung gegenüber einem Amtsträger über die eigenen persönlichen Eigenschaften. (In der Begründung präzisierte das Gericht, dass, da die falsche Erklärung die Zulässigkeitsprüfung des Besuchs beeinflusst, die der Ausübung der Genehmigungsbefugnis der Leitung der Strafvollzugsanstalt vorausgeht, weder das Delikt der arglistigen Falschheit durch einen Privaten in einem öffentlichen Akt, das vorliegt, wenn die falsche Bescheinigung sich auf "Tatsachen" bezieht, deren Wahrheit die Urkunde beweisen soll, noch das der falschen Erklärungen über die Identität oder über eigene oder fremde persönliche Eigenschaften, das nur subsidiär gilt, wenn die Falschheit keinerlei, auch keine indirekte, Beziehung zur Erstellung des Dokuments hat, konfiguriert werden kann).

Rechtliche Auswirkungen des Urteils

Die Folgen dieses Urteils sind vielfältig. Erstens bekräftigt es die Bedeutung von Transparenz und Wahrheit bei Erklärungen gegenüber Amtsträgern. Darüber hinaus hat das Gericht klargestellt, dass die Zulässigkeitsprüfung des Besuchs von der Richtigkeit der gemachten Angaben beeinflusst wird, was bedeutet, dass falsche Erklärungen erhebliche rechtliche Konsequenzen haben können.

  • Das Delikt der falschen Bescheinigung ist auch in Kontexten, die nicht streng mit arglistiger Falschheit verbunden sind, konfigurierbar.
  • Die Notwendigkeit einer wahren Erklärung erstreckt sich auf jede Interaktion mit den Behörden, insbesondere im Strafvollzug.
  • Das Gericht schließt andere Tatbestände, wie die arglistige Falschheit, für spezifische Bescheinigungskontexte aus.

Schlussfolgerungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Urteil Nr. 3015 von 2024 einen wichtigen Bezugspunkt für die Rechtsprechung zur falschen Bescheinigung darstellt. Es klärt, dass die Wahrheit der Erklärungen nicht nur für die Zulässigkeit von Besuchen bei Gefangenen unerlässlich ist, sondern auch für die Aufrechterhaltung des Vertrauens in das Rechtssystem. Es ist von grundlegender Bedeutung, dass jeder, der Erklärungen gegenüber Amtsträgern abgeben muss, sich der rechtlichen Konsequenzen seiner Aussagen bewusst ist, um strafrechtliche Sanktionen zu vermeiden.

Anwaltskanzlei Bianucci