Verordnung Nr. 9068 vom 2024: Entfernung von Inhalten aus Suchmaschinen und Grenzen der journalistischen Kritik

Die jüngste Verordnung Nr. 9068 vom 5. April 2024, erlassen vom Obersten Kassationsgerichtshof, hat sich mit einem heiklen und aktuellen Thema befasst: der Verarbeitung personenbezogener Daten im journalistischen Bereich. Insbesondere hat der Gerichtshof den Fall R. (LEPRI F.) und C. (NICOLOSI S.) geprüft und wichtige Grundsätze für die Entfernung von Inhalten aus Suchmaschinen festgelegt, wenn diese die Grenzen der journalistischen Kritik überschreiten.

Der rechtliche Kontext des Urteils

Der Gerichtshof wies die Berufung der Klägerin zurück und bestätigte die Entscheidung des Berufungsgerichts Catania vom 26. Mai 2022. Die Leitsätze des Urteils besagen, dass der Verantwortliche eines Fernsehprodukts, das die Grenzen der Kritik überschreitet, verpflichtet ist, nachzuweisen, dass er alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um Dritte über die rechtswidrige Verarbeitung der Daten zu informieren, insbesondere wenn diese die Würde der betroffenen Personen verletzen.

Verarbeitung personenbezogener Daten - Fernsehprodukt, das die Grenzen der journalistischen Kritik überschreitet - Anordnung zur Entfernung aus Suchmaschinen - Verpflichtung zur Erbringung von Leistungen, die die Zusammenarbeit Dritter erfordern - Inhalt der Tätigkeit des Verantwortlichen - Mittel- und nicht Erfolgspflicht. Im Hinblick auf die Verarbeitung personenbezogener Daten ist der Verantwortliche des Fernsehprodukts, das die Grenzen der journalistischen Kritik überschreitet und zur Entfernung von Inhalten aus Suchmaschinen verurteilt wurde, verpflichtet nachzuweisen, dass er alle Initiativen ergriffen hat, um Dritte, die sich die Filme angeeignet haben, über die rechtswidrige Verbreitung zu informieren, die bereits im Hinblick auf die Verletzung der Würde der betroffenen Personen negativ bewertet wurden, sowie dass er sich bemüht hat, die rechtswidrige Verarbeitung einzustellen, wobei nur eine Mittel- und keine Erfolgspflicht in Betracht kommt.

Die praktischen Auswirkungen des Urteils

Dieses Urteil hat mehrere wichtige Auswirkungen für Verantwortliche von Medieninhalten, insbesondere für Produzenten audiovisueller Inhalte. Sie sind verpflichtet:

  • Die Rechtmäßigkeit der veröffentlichten Inhalte zu überprüfen, insbesondere im Hinblick auf die Würde der betroffenen Personen.
  • Maßnahmen zu ergreifen, um Dritte zu informieren, die die Inhalte rechtswidrig verwendet haben.
  • Nachzuweisen, dass sie angemessene Maßnahmen zur Entfernung der Inhalte aus Suchmaschinen ergriffen haben, um so die Rechte der betroffenen Personen zu wahren.

Der Gerichtshof betonte, dass die Handlungspflicht eine Mittel- und keine Erfolgspflicht ist, was bedeutet, dass es nicht ausreicht, die Entfernung der Inhalte zu erreichen, sondern nachgewiesen werden muss, dass alles Mögliche getan wurde, um dieses Ziel zu erreichen.

Schlussfolgerungen

Die Verordnung Nr. 9068 vom 2024 stellt einen wichtigen Schritt zum Schutz der individuellen Rechte im Medienbereich dar. Sie bekräftigt die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen der Pressefreiheit und der Achtung der Menschenwürde und hebt die Bedeutung einer angemessenen Verwaltung personenbezogener Daten hervor. In einer Zeit, in der die Verbreitung von Online-Inhalten schnell und oft unkontrolliert erfolgt, bietet dieses Urteil eine klare Mahnung an Produzenten und Vertreiber von Inhalten: Rechtliche Verantwortung besteht und muss eingehalten werden.

Anwaltskanzlei Bianucci