Bei Trennungs- und Scheidungsverfahren ist die Festlegung des Unterhalts oft Anlass für heftige Konflikte zwischen den Eltern. Ein entscheidender Aspekt, der jedoch niemals außer Acht gelassen werden darf, ist die Stimme des Kindes selbst. Als Fachanwalt für Familienrecht in Mailand beobachtet Rechtsanwalt Marco Bianucci täglich, wie die von minderjährigen Kindern geäußerten Bedürfnisse, sofern sie entscheidungsfähig sind, nicht nur die elterliche Sorge, sondern auch die Höhe und Verteilung der familiären wirtschaftlichen Ressourcen erheblich beeinflussen können.
Das italienische Zivilgesetzbuch erkennt ausdrücklich das Recht des Kindes an, das das zwölfte Lebensjahr vollendet hat, und auch jüngere Kinder, sofern sie entscheidungsfähig sind, in allen Angelegenheiten und Verfahren, die sie betreffen, anzuhören. Obwohl man dazu neigt, die Anhörung des Kindes hauptsächlich im Zusammenhang mit der Wahl des Elternteils, bei dem das Kind lebt, zu betrachten, können die Aussagen des Kindes direkte Auswirkungen auf die Höhe des Unterhalts haben. Zum Beispiel verpflichtet der Wunsch, eine bestimmte Schule zu besuchen, eine leistungssportliche Aktivität fortzusetzen oder einen bestimmten sozialen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, die Eltern, sofern das Gericht dies im Interesse des Kindes als angemessen erachtet, einen angemessenen finanziellen Beitrag zur Unterstützung dieser Entscheidungen zu leisten.
Artikel 337-octies des Zivilgesetzbuches legt die Modalitäten der Anhörung des Kindes fest. Das Gericht beschränkt sich nicht darauf, die Präferenzen des Kindes zu protokollieren, sondern beurteilt deren Echtheit, um äußere Beeinflussungen oder Loyalitätskonflikte auszuschließen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Schritt entscheidend. Wenn ein minderjähriges Kind beispielsweise den Wunsch äußert, gleich viel Zeit mit beiden Elternteilen zu verbringen, könnte dies zu einer wesentlichen Änderung des Unterhalts führen, weg von einem festen Beitrag hin zu einer direkten Unterhaltszahlung für Ausgabenposten. Die Rechtsprechung ist sich inzwischen einig, dass die wirtschaftliche Regelung dem psychophysischen Wohl des Kindes dienen muss, und niemand kennt die aktuellen Bedürfnisse des Kindes besser als das Kind selbst, vorausgesetzt, seine Stimme wird richtig interpretiert.
Rechtsanwalt Marco Bianucci, erfahrener Anwalt für Familienrecht in Mailand, geht diese heiklen Verfahrensschritte mit einer Strategie an, die den Schutz des Kindes und die wirtschaftliche Gerechtigkeit zwischen den Parteien in den Mittelpunkt stellt. Ziel der Kanzlei ist es nicht, den Willen des Kindes für wirtschaftliche Vorteile zu instrumentalisieren, sondern seine legitimen Bestrebungen in einen tragfähigen und realistischen Unterhaltsplan umzusetzen. Bei der Anhörung des Kindes arbeitet die Anwaltskanzlei Bianucci daran, ein entspanntes Umfeld zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die mit den Bedürfnissen des Kindes verbundenen wirtschaftlichen Forderungen gut dokumentiert und begründet sind.
Die von Rechtsanwalt Marco Bianucci angewandte Verteidigungsstrategie zielt darauf ab zu zeigen, wie die wirtschaftlichen Forderungen eng mit der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes verbunden sind. Ob es sich um außergewöhnliche Ausgaben für die Bildung oder um tägliche Notwendigkeiten handelt, die rechtliche Intervention zielt darauf ab, dass das Gericht diese Bedürfnisse als vorrangig anerkennt. Die tiefe Kenntnis der Dynamiken des Gerichts von Mailand ermöglicht es der Kanzlei, kritische Punkte im Zusammenhang mit der Anhörung des Kindes vorauszusehen und den Elternteil darauf vorzubereiten, diesen Moment mit größtmöglicher Sensibilisierung und elterlicher Verantwortung zu bewältigen.
Das Gesetz legt das Alter von 12 Jahren fest, ab dem die Anhörung obligatorisch ist, aber das Gericht kann sie auch früher anordnen, wenn das Kind entscheidungsfähig ist. Das minderjährige Kind entscheidet jedoch nicht eigenständig über die Höhe des Unterhalts oder den Aufenthaltsort; es äußert eine Präferenz, die das Gericht prüft, ob es sie im Hinblick auf das überragende Interesse des Kindes selbst berücksichtigt.
Wenn die Wahl der Privatschule einem gefestigten Bildungsinteresse des Kindes oder einer pädagogischen Kontinuität entspricht und die Vermögensverhältnisse der Eltern dies zulassen, kann das Gericht diese Kosten den Eltern auferlegen, was sich somit auf die Höhe des Unterhalts oder die Verteilung der außergewöhnlichen Ausgaben auswirkt.
Die Weigerung des Kindes, einen Elternteil zu besuchen, ist eine komplexe Angelegenheit, die einer Untersuchung der Ursachen bedarf. Obwohl das Recht auf Unterhalt ein unveräußerliches Recht des Kindes ist und nicht als Vergeltung gestrichen werden kann, könnte eine hartnäckige und ungerechtfertigte Weigerung zu einer Überprüfung der elterlichen Sorge und folglich der wirtschaftlichen Regelung führen.
Ja, ein volljähriges, wirtschaftlich nicht unabhängiges Kind hat Anspruch auf Unterhalt. In diesem Fall hat seine Stimme hinsichtlich seiner Lebens-, Studien- und Ausbildungsentscheidungen ein noch größeres Gewicht, und der Unterhalt kann direkt an es gezahlt werden, wenn es dies beantragt oder wenn das Gericht es für angemessen hält.
Die Interaktion zwischen dem Willen eines Kindes und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Familie erfordert Kompetenz und Sensibilität. Wenn Sie sich in einer Trennungssituation befinden, in der die Anhörung des Kindes die wirtschaftlichen Gleichgewichte neu definieren könnte, vertrauen Sie auf die Erfahrung von Rechtsanwalt Marco Bianucci. Wir empfangen Sie nach Vereinbarung in unserem Büro in Mailand, Via Alberto da Giussano, 26, um Ihren Fall mit höchster Professionalität zu analysieren.