Die rasante Entwicklung des Arbeitsmarktes, mit der flächendeckenden Verbreitung von Homeoffice für ausländische multinationale Unternehmen, hat neue Komplexitäten in Trennungs- und Scheidungsverfahren eingeführt, insbesondere in einer internationalen Stadt wie Mailand. Oftmals ist man mit Situationen konfrontiert, in denen ein Ehepartner in Italien ansässig ist, aber Einkünfte von Unternehmen mit Sitz im Ausland bezieht, wobei er manchmal von steuerlich begünstigten Regelungen oder komplexen Vergütungspaketen profitiert, die Aktienoptionen, Unternehmensleistungen und fiktive Reisekostenerstattungen umfassen. In diesem Szenario erfordert die Ermittlung der genauen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Parteien für die Berechnung des Unterhalts eine Analyse, die über die bloße Lektüre der italienischen Steuererklärung hinausgeht.
Als erfahrener Anwalt für Familienrecht in Mailand beobachtet Rechtsanwalt Marco Bianucci täglich, wie Standard-Steuerunterlagen nicht den tatsächlichen Lebensstandard der Familie widerspiegeln können. Die italienische Gesetzgebung sieht vor, dass der Unterhalt, wo immer möglich, den Lebensstandard während der Ehe aufrechterhalten muss oder im Falle von Kindern deren Wachstumsbedürfnisse vollständig befriedigen muss. Wenn das Einkommen jedoch aus ausländischen Quellen stammt oder mit Posten strukturiert ist, die in Italien nicht steuerpflichtig sind, besteht die Gefahr, dass die tatsächliche finanzielle Verfügbarkeit der verpflichteten Person unterschätzt wird, was zu einem ungerechten Ungleichgewicht zugunsten des schwächeren Ehepartners und der Kinder führt.
Das Herzstück der rechtlichen Fragestellung liegt in der korrekten Auslegung der Posten, aus denen sich die Gesamtvergütung zusammensetzt. Ein Angestellter eines ausländischen multinationalen Unternehmens, der im Homeoffice arbeitet, kann ein scheinbar geringes steuerpflichtiges Einkommen haben, aber eine Reihe von Leistungen und Vergütungen genießen, die seine tatsächliche Kaufkraft erheblich steigern. Die Rechtsprechung ist sich inzwischen einig, dass der Richter zur Quantifizierung des Unterhalts die gesamte Vermögens- und Einkommenssubstanz bewerten muss, einschließlich Boni, Produktionsprämien, Firmenwagen, bezahlte Unterkünfte und Aktienpläne. Diese Elemente stellen, auch wenn sie manchmal eine andere oder aufgeschobene steuerliche Behandlung haben, tatsächlichen und verfügbaren Reichtum dar, der während des Zusammenlebens zum Wohlstand der Familie beigetragen hat.
Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci unter der Leitung von Rechtsanwalt Marco Bianucci zeichnet sich durch die Sorgfalt aus, mit der diese Ermittlungsphase angegangen wird. Es werden nicht nur Standarddokumente eingereicht, sondern bei Bedarf eine analytische Rekonstruktion der Einnahmen vorgenommen, wobei die ursprünglichen Arbeitsverträge (auch in Fremdsprachen), betriebliche Sozialpläne und die tatsächlichen Finanzströme geprüft werden. Als Scheidungsanwalt in Mailand arbeitet Rechtsanwalt Marco Bianucci daran, die materielle Wahrheit der Tatsachen ans Licht zu bringen, um sicherzustellen, dass die Berechnung des Unterhalts auf realen Daten und nicht auf buchhalterischen Tricks basiert, und schützt so das Recht des Mandanten auf eine gerechte Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen nach der Ehe.
Absolut. Für die Festsetzung des Unterhalts oder des Scheidungsunterhalts ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Ehepartners maßgeblich, unabhängig davon, in welchem Land das Einkommen erzielt oder besteuert wird. Die Nichtangabe dieser Einnahmen kann ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben und den Richter dazu veranlassen, steuerliche Ermittlungen anzuordnen, um die tatsächliche Vermögenslage festzustellen.
Betriebliche Leistungen, bekannt als Fringe Benefits, gelten als integraler Bestandteil der Gesamtvergütung, da sie Ausgaben reduzieren, die der Ehepartner sonst persönlich tragen müsste. Bei der Berechnung des Unterhalts wird der Wert dieser Leistungen monetarisiert oder zumindest als Erhöhung der Netto-Einkommensverfügbarkeit der Person betrachtet, was die endgültige geschuldete Summe beeinflusst.
Das Fehlen eines 730-Formulars entbindet nicht von der Nachweispflicht der Einkünfte. In diesen Fällen ist es unerlässlich, die Steuerunterlagen des ausländischen Landes, die Gehaltsabrechnungen (payslips) und die Arbeitsverträge vorzulegen. Rechtsanwalt Marco Bianucci weiß dank seiner Erfahrung als erfahrener Anwalt für Familienrecht in Mailand, wie diese Dokumentation zu interpretieren und dem Richter vorzulegen ist, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gegenpartei getreu zu rekonstruieren.
Oft verbergen pauschale Spesenrückerstattungen einen realen Teil der Vergütung, insbesondere wenn sie nicht tatsächlichen und belegten Ausgaben entsprechen. Wenn diese Beträge regelmäßig dem Arbeitnehmer zur Verfügung stehen und für die Bedürfnisse der Familie verwendet werden, können sie vom Richter als Teil des Einkommens für die Berechnung des Unterhalts betrachtet werden.
Die Vergütungsdynamiken im Zusammenhang mit internationalem Homeoffice erfordern spezifische Kompetenzen, um zu vermeiden, dass der Unterhalt auf falschen Grundlagen berechnet wird. Wenn Sie eine Trennung mit ausländischen Einkünften oder komplexen Vergütungspaketen durchlaufen, ist es unerlässlich, von Anfang an mit einer klaren Strategie vorzugehen. Die Anwaltskanzlei Bianucci bietet eine detaillierte Analyse Ihrer spezifischen Situation. Wir laden Sie ein, die Kanzlei zu kontaktieren, um ein Erstgespräch in der Niederlassung in Mailand, Via Alberto da Giussano, 26, zu vereinbaren, wo Rechtsanwalt Marco Bianucci die Unterlagen prüfen und den am besten geeigneten Weg zur Wahrung Ihrer Interessen aufzeigen kann.