Im kollektiven Bewusstsein wird bei der Erwähnung einer Ehekrise oft davon ausgegangen, dass immer die Ehefrau Unterhaltszahlungen erhält. Das italienische Recht ist jedoch eindeutig und macht keine Geschlechterunterschiede: Das Recht auf wirtschaftliche Unterstützung basiert ausschließlich auf dem Einkommens- und Vermögensgefälle zwischen den Ehepartnern, unabhängig davon, ob der Antragsteller männlich oder weiblich ist. Als erfahrener Anwalt für Familienrecht in Mailand trifft Rechtsanwalt Marco Bianucci immer häufiger Väter und Ehemänner, die sich in einer wirtschaftlich benachteiligten Position gegenüber ihrer Ehefrau befinden und Schutz benötigen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern und während der Trennungsphase einen würdigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.
Das italienische Zivilgesetzbuch, insbesondere Artikel 156, legt fest, dass das Gericht die Trennung ausspricht und dem Ehepartner, dem die Trennung nicht zuzurechnen ist, das Recht einräumt, vom anderen das zu erhalten, was für seinen Unterhalt notwendig ist, sofern er nicht über eigene ausreichende Einkünfte verfügt. Das Kernprinzip ist die Solidarität nach der Ehe, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien auszugleichen. Wenn der Ehemann deutlich weniger verdient als seine Ehefrau, arbeitslos ist (ohne eigenes Verschulden) oder sich der Haushaltsführung und Kindererziehung gewidmet und seine Karriere geopfert hat, hat er volles Recht, Unterhalt zu verlangen. Die Beurteilung des Gerichts basiert auf dem sogenannten Lebensstandard, den die Parteien während der Ehe genossen haben, und vergleicht die wirtschaftlichen Ressourcen beider.
Es ist wichtig zu betonen, dass das Recht auf Unterhalt entfällt, wenn die Trennung dem Antragsteller zuzurechnen ist, d. h. wenn das Gericht feststellt, dass das Ende der Ehe durch eine Verletzung der ehelichen Pflichten durch den Ehemann verursacht wurde, wie z. B. Untreue oder Verlassen des ehelichen Hauses. Liegt keine Zurechnung vor und besteht ein objektives wirtschaftliches Ungleichgewicht zugunsten der Ehefrau, ist die Forderung des Ehemanns absolut legitim und begründet.
Die Bearbeitung eines Unterhaltsanspruchs aus der Perspektive des Ehemanns erfordert eine sorgfältige und vorurteilsfreie Verteidigungsstrategie. Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, einem erfahrenen Anwalt für Eherecht in Mailand, beginnt mit einer eingehenden Analyse der Vermögenssituation der Familie. Oft ergibt sich die wirtschaftliche Diskrepanz nicht nur aus Gehaltsschecks, sondern auch aus betrieblichen Vorteilen, Immobilieneigentum, finanziellen Erträgen oder Unternehmensgewinnen, die die Gegenseite erzielen könnte. Die Kanzlei arbeitet daran, die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Ehefrau aufzudecken und sicherzustellen, dass die Berechnung des Unterhalts fair ist und die tatsächlichen Gegebenheiten widerspiegelt.
Die Rechtsstrategie konzentriert sich auf die rigorose Dokumentation des Hilfebedürfnisses des Mandanten und der objektiven Unmöglichkeit, angemessene Mittel zur Aufrechterhaltung des früheren Lebensstandards zu beschaffen. Ob es sich um einen Ehemann handelt, der seinen Arbeitsplatz verloren hat, oder um einen Vater, der seine Arbeitszeit reduziert hat, um sich um die Kinder zu kümmern, die Anwaltskanzlei Bianucci bemüht sich, diese faktischen Elemente in solide rechtliche Argumente umzuwandeln und die Würde und die Rechte des Mandanten in jeder Phase des Verfahrens zu schützen, sei es im Einvernehmen oder gerichtlich.
Das ist nicht automatisch der Fall. Das Gericht beurteilt nicht nur den Zustand der Arbeitslosigkeit, sondern auch das Alter des Antragstellers, seine verbleibende Arbeitsfähigkeit und seine tatsächliche Bemühung bei der Suche nach einer neuen Anstellung. Wenn die Arbeitslosigkeit freiwillig ist oder auf Trägheit beruht, kann der Anspruch auf Unterhalt verweigert oder gekürzt werden. Wenn die Arbeitslosigkeit jedoch unfreiwillig ist oder mit früheren gemeinsamen familiären Entscheidungen zusammenhängt, ist das Recht geschützt.
Bei einem starken Einkommensgefälle kann der Ehemann, auch wenn er arbeitet und ein eigenes Einkommen hat, Anspruch auf einen Ausgleichsunterhalt haben. Dieser dient dazu, die Lücke zu schließen und ihm zu ermöglichen, sich dem Lebensstandard anzunähern, den das Paar während des Zusammenlebens hatte, vorausgesetzt, dieser Lebensstandard wurde hauptsächlich durch die Einkünfte der Ehefrau getragen.
Nein, der im Rahmen der Trennung festgelegte Unterhalt ist eine vorübergehende Maßnahme, die im Rahmen der Scheidung überprüft werden kann. Mit der Scheidung tritt der Scheidungsunterhalt in Kraft, der eine andere Natur und andere Voraussetzungen hat und sich eher auf die wirtschaftliche Eigenverantwortung und die unterstützende oder ausgleichende Funktion stützt als auf die Aufrechterhaltung des ehelichen Lebensstandards.
Ja, wenn der Betrug der Auslöser für die Ehekrise ist und zur Zurechnung der Trennung zum Ehemann führt, verliert er den Anspruch auf Unterhalt, behält aber möglicherweise das Recht auf Versorgung (eine Mindestsumme für das reine Überleben), nur wenn er sich in einem Zustand völliger Mittellosigkeit befindet.
Wenn Sie sich im Vergleich zu Ihrer Ehefrau in einer wirtschaftlich benachteiligten Situation befinden und eine Trennung durchlaufen, ist es unerlässlich, sich Ihrer Rechte bewusst zu handeln. Rechtsanwalt Marco Bianucci steht Ihnen zur Verfügung, um Ihre spezifische Situation zu analysieren und die Voraussetzungen für einen Unterhaltsanspruch zu prüfen. Die Kanzlei empfängt Sie in ihren Büros in Mailand in der Via Alberto da Giussano, 26. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci, um einen Termin zu vereinbaren und die beste Strategie für Ihre Zukunft festzulegen.