Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Strafrecht

Die Tätigkeit der Steuer-, Buchhaltungs- und Unternehmensberatung setzt Fachleute heute immer komplexeren und heimtückischeren Risiken aus. Oft kann die Grenze zwischen einer rechtmäßigen Beratung und der Beteiligung an illegalen Aktivitäten des Kunden für die Ermittler verschwommen erscheinen. Wenn ein Mandant undurchsichtige Unternehmensstrukturen nutzt, wie die sogenannten Scheinfirmen (società cartiere), riskiert der Berater konkret, wegen Beihilfe zu Steuerdelikten untersucht zu werden. Als Strafverteidiger in Mailand versteht Rechtsanwalt Marco Bianucci zutiefst die Ängste eines Fachmanns, der seine Freiheit, seine Karriere und seinen Ruf durch das betrügerische Verhalten seiner Kunden bedroht sieht.

Der rechtliche Rahmen: Scheinfirmen und die Beteiligung des Fachmanns

Scheinfirmen sind juristische Personen, denen typischerweise eine echte operative Struktur, Mitarbeiter und eigene Mittel fehlen und die nur zum Zweck der Ausstellung von Rechnungen für nicht existierende Transaktionen geschaffen wurden. Dieser betrügerische Mechanismus ermöglicht es anderen Unternehmen, den wahren Nutznießern des Betrugs, ihre Steuerlast auf illegale Weise zu senken und Steuern zu hinterziehen. Die größte Gefahr für den Buchhalter, Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater liegt in der Anwendung der Vorschriften über die Beihilfe zu Straftaten im Steuerbereich.

Nach der Rechtsprechung haftet der Fachmann strafrechtlich nicht nur, wenn er der Urheber oder Förderer des betrügerischen Systems ist, sondern auch, wenn er einen kausalen, materiellen oder moralischen Beitrag zur Verwirklichung der Straftat leistet. Das bedeutet, dass die bloße Führung der Buchhaltung oder die Einreichung von Steuererklärungen, wenn sie mit dem Wissen um die fiktive Natur der Transaktionen einhergehen, eine Beihilfe zur Straftat der Ausstellung oder Verwendung gefälschter Rechnungen darstellen können. Die Ermittler suchen nach spezifischen Warnsignalen, wie dem Fehlen physischer Standorte, anomalen Finanzströmen oder Inkonsistenzen zwischen Umsatz und Unternehmensstruktur, um anzunehmen, dass der Berater nichts von dem laufenden Betrug wissen konnte.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci bei der Verteidigung des Beraters

Die Auseinandersetzung mit einem Vorwurf der Beihilfe zu Steuerdelikten erfordert eine rigorose technische Vorbereitung und eine sorgfältige Verteidigungsstrategie, die die Anschuldigungspräsumtionen entkräften kann. Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, einem erfahrenen Anwalt für Wirtschaftsrecht in Mailand, basiert auf der akribischen Analyse der beschlagnahmten Dokumentation und der klaren Trennung zwischen der rechtmäßigen beruflichen Tätigkeit und dem eigenständigen kriminellen Verhalten des Kunden.

Das Hauptziel der Verteidigung ist der Nachweis der Abwesenheit von Vorsatz (dolo), d. h. des völligen Fehlens von Bewusstsein und Willen des Fachmanns, sich an dem kriminellen Plan zu beteiligen. Die Anwaltskanzlei Bianucci arbeitet unermüdlich daran, hervorzuheben, wie der Berater Opfer von Täuschungen durch den Kunden geworden sein könnte oder wie seine Leistungen im engen Rahmen des Standard-Berufsauftrags lagen, ohne jegliche Einmischung in illegale unternehmerische Entscheidungen. Jede Strategie wird maßgeschneidert entwickelt, wobei die tatsächlichen Elemente, die stattgefundenen Kommunikationen und die Grenzen des Auftrags berücksichtigt werden, um die aktive oder unterstützende Beteiligung des Fachmanns von Grund auf auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Was riskiere ich, wenn ich die Buchhaltung einer Scheinfirma führe?

Wenn im Laufe der Ermittlungen das Bewusstsein für die fiktive Natur der Geschäftsoperationen nachgewiesen wird, riskiert der Berater eine Strafverfolgung wegen Beihilfe zu den vom Kunden begangenen Steuerdelikten, wie der Ausstellung oder Verwendung von Rechnungen für nicht existierende Transaktionen. Die vom italienischen Recht für diese Tatbestände vorgesehenen Strafen sind äußerst streng und können Freiheitsstrafen beinhalten, abgesehen von schwerwiegenden disziplinarischen Folgen bis hin zum Ausschluss aus der Berufskammer und Schadensersatzforderungen.

Wie kann ich beweisen, dass ich nicht Komplize meines Kunden bin?

Die Verteidigungslinie basiert hauptsächlich auf dem Nachweis des Fehlens von Vorsatz. Es ist unerlässlich, im Gerichtsverfahren nachzuweisen, dass die erbrachten Leistungen zur ordnungsgemäßen Beratung gehörten und dass der Fachmann keine Wahrnehmung von Anomalien bei der Kundenfirma hatte oder haben konnte. Die Sammlung schriftlicher Mitteilungen, Haftungsausschlüsse, Anfragen nach Klärung, die vom Kunden ignoriert wurden, und der Nachweis, dass Belege verlangt wurden, sind entscheidende Elemente, die ein Strafverteidiger nutzen wird, um eine solide Verteidigungsstrategie aufzubauen und den guten Glauben zu beweisen.

Schützt mich das Berufsgeheimnis im Falle von Ermittlungen wegen Steuerdelikten?

Das Berufsgeheimnis ist eine grundlegende Garantie für die Ausübung des Berufs, hat aber vor der Justiz keine absolute Gültigkeit. Im Falle von strafrechtlichen Ermittlungen wegen Steuerdelikten kann die Staatsanwaltschaft Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Dokumenten, Computergeräten und Akten in der Kanzlei des Fachmanns anordnen. In diesen heiklen Situationen ist es unerlässlich, sich sofort von einem vertrauenswürdigen Anwalt unterstützen zu lassen, um sicherzustellen, dass die Beschaffung des Materials unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Grenzen erfolgt, gegen willkürliche Beschlagnahmungen Einspruch erhoben wird und die Rechte anderer Mandanten geschützt werden, die nicht in die Ermittlungen einbezogen sind.

Schützen Sie Ihren Beruf: Fordern Sie eine Rechtsberatung an

In eine strafrechtliche Untersuchung wegen Straftaten, die von Ihren Kunden begangen wurden, verwickelt zu sein, ist eine destabilisierende Erfahrung, die ein sofortiges, klares und hochqualifiziertes rechtliches Eingreifen erfordert. Die ersten Risikosignale zu ignorieren, wie z. B. Anfragen nach Dokumenten durch die Finanzpolizei (Guardia di Finanza), oder die Anfangsphasen der Ermittlungen ohne erfahrene Führung anzugehen, kann die zukünftige prozessuale Position unwiederbringlich beeinträchtigen. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine sorgfältige, objektive und streng vertrauliche Bewertung Ihrer Situation. Während des ersten Kennenlerngesprächs in der Kanzlei in Mailand werden die Einzelheiten des Falls analysiert, um sofort die solideste und angemessenste Verteidigungsstrategie zu definieren, um Ihre Freiheit, Ihr Vermögen und Ihre berufliche Laufbahn zu schützen.