Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Strafrecht

Ermittlungen wegen Rechnungen für nicht existierende Vorgänge: Die Rolle des Freiberuflers

In eine strafrechtliche Untersuchung wegen der Ausstellung oder Nutzung gefälschter Rechnungen verwickelt zu sein, stellt einen Moment tiefster Krise dar, insbesondere wenn der Steuerberater ins Visier der Ermittler gerät. Der Vorwurf der Beihilfe zu Steuerdelikten kann verheerende Auswirkungen nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch für den Ruf und die Fortführung der Kanzlei haben. Als auf Strafrecht in Mailand spezialisierter Anwalt versteht Rechtsanwalt Marco Bianucci die Sensibilität solcher Situationen und die Dringlichkeit einer soliden technischen Verteidigung von den ersten Phasen der Vorermittlungen an zutiefst.

Oft gerät der Buchhalter oder Arbeitsberater ohne tatsächliches Bewusstsein oder ohne tatsächlichen kausalen Beitrag zum Betrug in die illegalen Handlungen seiner Mandanten. Der Nachweis dieser Fremdheit erfordert eine sorgfältige Analyse der Dokumentation und ein tiefes Verständnis der Dynamik des Wirtschaftsstrafrechts.

Der rechtliche Rahmen: Beihilfe zur Straftat und spezifischer Vorsatz

Die italienische Rechtsordnung, insbesondere das Gesetzesdekret 74/2000, bestraft sowohl die Ausstellung als auch die betrügerische Erklärung durch die Verwendung von Rechnungen für nicht existierende Vorgänge streng. Bei der Beurteilung der Position des Steuerberaters ist der zentrale Punkt Artikel 110 des Strafgesetzbuches, der die Beihilfe zur Straftat regelt.

Damit der Freiberufler strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann, reicht eine bloße Unachtsamkeit oder berufliche Fahrlässigkeit bei der Führung der Buchhaltung nicht aus. Es muss der Vorsatz nachgewiesen werden, d.h. der bewusste Wille, sich am kriminellen Plan des Mandanten zu beteiligen, indem technische Ratschläge gegeben, betrügerische Schemata ausgearbeitet oder die Steuerhinterziehung bewusst erleichtert wird. Die Trennlinie zwischen einer aggressiven, aber legalen Steuerberatung und der Beihilfe zum Steuerbetrug ist oft dünn und erfordert eine äußerst rigorose rechtliche Bewertung.

Der Ansatz der Kanzlei Bianucci

Die Auseinandersetzung mit einem Vorwurf von Steuerdelikten erfordert eine proaktive und sorgfältige Verteidigungsstrategie. Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, Strafverteidiger in Mailand, konzentriert sich auf die Dekonstruktion der Anklage durch eine chirurgische Analyse der Beweismittel. Jede Kommunikation, jedes schriftliche Gutachten, jeder Entwurf eines Jahresabschlusses wird geprüft, um den tatsächlichen Willen des Freiberuflers und seinen tatsächlichen Grad der Beteiligung zu rekonstruieren.

Die Kanzlei Bianucci arbeitet daran, die Abwesenheit des Vorsatzes nachzuweisen, indem sie hervorhebt, wie die Tätigkeit des Beraters innerhalb der Grenzen des beruflichen Auftrags geblieben ist. Das Hauptziel ist es, die Rekonstruktionen der Ermittler zu demontieren und zu beweisen, dass die angeblichen Buchhaltungsanomalien nicht auf eine gemeinsame betrügerische Absicht mit dem Mandanten zurückzuführen sind.

Häufig gestellte Fragen

Was droht dem Buchhalter für gefälschte Rechnungen des Mandanten?

Wenn eine bewusste Beihilfe zur Straftat festgestellt wird, drohen dem Steuerberater die gleichen Strafen wie dem Haupttäter des Steuerdelikts, die bei Rechnungen für nicht existierende Vorgänge Jahre der Haft beinhalten können. Hinzu kommen schwere Nebenstrafen wie Berufsverbot und die Einziehung von Vermögenswerten.

Was ist der Unterschied zwischen Fahrlässigkeit und Beihilfe zum Steuerbetrug?

Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Freiberufler Fehler aus Unachtsamkeit oder mangelnder Sorgfalt begeht, ohne die Absicht, das Finanzamt zu betrügen. Beihilfe zum Steuerbetrug setzt hingegen Vorsatz voraus: Der Berater weiß, dass der Mandant eine Straftat begeht, und beschließt bewusst, ihm zu helfen, z. B. indem er vorschlägt, wie gefälschte Rechnungen in der Buchhaltung versteckt werden können.

Wie wird die Fremdheit des Steuerberaters nachgewiesen?

Die Fremdheit wird nachgewiesen, indem bewiesen wird, dass der Freiberufler lediglich die vom Mandanten gelieferten Daten verarbeitet hat, ohne vernünftigerweise deren Falschheit vermuten zu können. Es ist unerlässlich, den Informationsfluss zwischen Mandant und Kanzlei zu rekonstruieren und durch Korrespondenz und Protokolle nachzuweisen, dass der Berater stets Belege angefordert und in gutem Glauben gehandelt hat.

Ist bei gefälschten Rechnungen eine vorbeugende Beschlagnahme vorgesehen?

Ja, in Verfahren wegen Steuerdelikten ist die Anforderung einer vorbeugenden Beschlagnahme zum Zweck der Einziehung von Ersatzwerten üblich. Dieses Instrument zielt darauf ab, Vermögenswerte und Liquidität in Höhe der hinterzogenen Steuer zu sperren. Auch die persönlichen Bankkonten des Steuerberaters können betroffen sein, wenn seine Beteiligung an der Straftat vermutet wird.

Schützen Sie Ihren Beruf: Fordern Sie eine Rechtsberatung an

Die Auseinandersetzung mit einer Untersuchung wegen Steuerdelikten erfordert Schnelligkeit und spezifische Kompetenz. Lassen Sie nicht zu, dass eine unbegründete Anschuldigung Ihre Karriere und Ihren Seelenfrieden beeinträchtigt. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine eingehende und vertrauliche Bewertung Ihres Falls. Die Kosten eines Gerichtsverfahrens hängen von zahlreichen spezifischen Faktoren des Einzelfalls ab; während des ersten Gesprächs werden die Details der Situation analysiert, um einen klaren und transparenten Überblick über den erforderlichen Verteidigungsaufwand zu geben.

Die Kanzlei Bianucci empfängt Sie in Mailand, in der Via Alberto da Giussano 26, um gemeinsam die wirksamste Strategie zur Wahrung Ihrer Rechte und Ihrer beruflichen Würde zu definieren.