Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Schadensersatz

Die Bewältigung der Folgen einer schweren Impfreaktion ist eine Erfahrung, die nicht nur körperliches und seelisches Leid mit sich bringt, sondern auch ein tiefes Gefühl der Verwirrung angesichts der bürokratischen und rechtlichen Komplexität. Obwohl Impfstoffe ein grundlegendes Instrument der öffentlichen Gesundheit darstellen, erkennt unser Rechtssystem an, dass in seltenen Fällen invalidisierende Nebenwirkungen auftreten können, die angemessenen Schutz verdienen. Als Anwalt für Schadensersatzrecht ist es unser Ziel, die Rechte des Geschädigten und die notwendigen Verfahren zur Erlangung des gesetzlich zustehenden Betrags zu klären und zwischen den verschiedenen verfügbaren Schutzformen zu unterscheiden.

Der rechtliche Rahmen: Entschädigung und Schadensersatz

Im italienischen Rechtskontext ist es unerlässlich, klar zwischen zwei oft verwechselten Begriffen zu unterscheiden: Entschädigung und Schadensersatz. Die Entschädigung ist in Gesetz Nr. 210/1992 vorgesehen und stellt eine Maßnahme der sozialen Solidarität zu Lasten des Staates dar. Sie steht jedem zu, der Verletzungen oder Krankheiten erlitten hat, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der psychophysischen Integrität geführt haben, aufgrund von Impfungen, die gesetzlich oder durch Anordnung einer Gesundheitsbehörde vorgeschrieben sind. Es ist wichtig zu betonen, dass der Verfassungsgerichtshof mit verschiedenen Urteilen diesen Schutz auch auf nicht obligatorische, aber dringend empfohlene Impfungen ausgedehnt hat, da er anerkennt, dass der Einzelne, der sich einem Risiko für die kollektive Gesundheit aussetzt, im Schadensfall nicht allein gelassen werden darf.

Der Schadensersatz hingegen folgt den Grundsätzen der zivilrechtlichen Haftung und erfordert eine komplexere Feststellung. Während die Entschädigung ein fester Geldbetrag ist, der sich nach der Schwere des biologischen Schadens richtet, zielt der Schadensersatz darauf ab, das Opfer vollständig für alle erlittenen Verluste, sowohl materielle als auch immaterielle, zu entschädigen. Um eine vollständige Entschädigung zu erhalten, ist es oft notwendig, nicht nur den Kausalzusammenhang zwischen der Verabreichung und dem Schaden nachzuweisen, sondern auch ein schuldhaftes Verhalten der Gesundheitsverwaltung oder des Gesundheitsministeriums, beispielsweise aufgrund mangelnder Aufsicht oder fehlender angemessener Vorsichtsmaßnahmen bei der Anamnese vor der Impfung.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci

Die Bearbeitung von Fällen im Zusammenhang mit Impfschäden erfordert übergreifende Kompetenzen, die Verwaltungs- und Zivilrecht mit Rechtsmedizin verbinden. Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, Anwalt für Schadensersatzrecht in Mailand, basiert auf einer strengen vorläufigen Analyse der medizinischen Unterlagen. Es reicht nicht aus, einen Schaden zu beklagen; es ist notwendig, eine solide Beweisgrundlage zu schaffen, die den Kausalzusammenhang zwischen der Verabreichung des Serums und dem Auftreten der Krankheit unzweifelhaft beweist und andere mögliche Ursachen ausschließt.

In der Anwaltskanzlei Bianucci in der Via Alberto da Giussano wird jeder Fall mit größter Sorgfalt und Professionalität behandelt. Die Verteidigungsstrategie sieht eine enge Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Rechtsmedizinern vor, um die Machbarkeit des Antrags auf administrative Entschädigung zu prüfen und parallel dazu die Möglichkeit einer Klage auf vollständigen Schadensersatz zu bewerten. Rechtsanwalt Marco Bianucci begleitet den Mandanten und seine Angehörigen in jeder Phase, von der Einreichung des administrativen Antrags bei den zuständigen ASL bis hin zu einem möglichen Rechtsstreit gegen das Gesundheitsministerium, und stellt sicher, dass jeder Aspekt des erlittenen Leids angemessen gewürdigt und quantifiziert wird.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der praktische Unterschied zwischen Entschädigung und Schadensersatz für Impfschäden?

Die Entschädigung ist eine lebenslange Rente, die vom Staat gemäß Gesetz Nr. 210/92 als soziale Solidarität gezahlt wird, unabhängig von der Schuld des medizinischen Personals und nur den Nachweis des Kausalzusammenhangs erfordert. Der Schadensersatz hingegen ist ein umfassender Betrag, der darauf abzielt, den gesamten erlittenen Schaden (biologischer, moralischer, existenzieller und materieller Schaden) abzudecken und in der Regel den Nachweis einer schuldhaften Haftung des Ministeriums oder der Gesundheitseinrichtung erfordert, wobei die Beträge in der Regel höher sind als die reine Entschädigung.

Kann ich auch dann Schadensersatz verlangen, wenn die Impfung nur empfohlen und nicht obligatorisch war?

Absolut. Die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs hat empfohlene Impfungen für Zwecke der Entschädigung mit obligatorischen Impfungen gleichgestellt. Wenn der Staat eine Impfkampagne zur öffentlichen Gesundheit fördert, übernimmt er die Verantwortung für etwaige schwere Nebenwirkungen. Daher hat jemand, der durch eine empfohlene Impfung einen dauerhaften Schaden erleidet, die gleichen Rechte wie jemand, der einen Schaden durch eine obligatorische Impfung erlitten hat.

Gibt es Fristen für die Einreichung des Entschädigungsantrags?

Ja, das Gesetz sieht genaue Verfallsfristen vor. Der administrative Antrag auf Erhalt der Entschädigung muss innerhalb von drei Jahren ab dem Zeitpunkt, an dem der Berechtigte Kenntnis vom Schaden und dessen Ursache durch die Impfung erlangt hat, gestellt werden. Für zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gelten andere und in der Regel längere Verjährungsfristen, aber es ist wichtig, unverzüglich zu handeln, um die Möglichkeit des Schutzes nicht zu gefährden.

Haben die Angehörigen der geschädigten Person Anspruch auf eine Form von Schadensersatz?

Ja, in Fällen von besonders schweren Schäden oder Todesfällen können auch die Angehörigen Anspruch auf Schadensersatz für das erlittene Leid und die Störung ihrer Lebensgewohnheiten (indirekter Schaden oder Schaden durch Verlust der familiären Beziehung) haben. Darüber hinaus sieht die Entschädigung nach Gesetz Nr. 210/92 im Todesfall des Geschädigten aufgrund der Impfung die Möglichkeit für die Hinterbliebenen vor, je nach den spezifischen Umständen eine einmalige Zahlung oder eine wiederkehrende Zahlung zu beantragen.

Fordern Sie eine Bewertung Ihres Falls an

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie oder ein Familienmitglied nach einer Impfung schwere Schäden erlitten haben, ist es unerlässlich, mit Bewusstsein und qualifizierter rechtlicher Unterstützung zu handeln. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine vorläufige Bewertung Ihrer Situation. Die Anwaltskanzlei Bianucci wird die medizinischen und rechtlichen Unterlagen sorgfältig prüfen, um die beste Strategie zur Erlangung der gerechten Anerkennung Ihrer Rechte zu ermitteln.