Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Schadensersatz

Impfschäden und rechtlicher Schutz: Ein komplexes Bild

Die Bewältigung der Folgen einer Impfreaktion ist ein heikler Moment, sowohl menschlich als auch juristisch. Wenn eine Gesundheitsmaßnahme, die als Instrument der kollektiven Prävention gedacht ist, zu einem dauerhaften Gesundheitsschaden des Einzelnen führt, sieht die italienische Rechtsordnung spezifische Schutzformen vor. Sich jedoch in Verwaltungsverfahren und Gerichtsverfahren zurechtzufinden, erfordert eine tiefgreifende Kenntnis des Themas. Als Anwalt für Schadensersatzansprüche in Mailand versteht Rechtsanwalt Marco Bianucci die Schwierigkeiten, mit denen Geschädigte und ihre Familien konfrontiert sind, wenn sie ihre Rechte gegenüber Institutionen und Gesundheitseinrichtungen geltend machen.

Das Gesetz 210/92 und das Recht auf Entschädigung

Der normative Ausgangspunkt in Italien ist das Gesetz Nr. 210 vom 25. Februar 1992. Dieses Gesetz sieht eine Entschädigung für Personen vor, die durch irreversible Komplikationen infolge von obligatorischen Impfungen, Bluttransfusionen und der Verabreichung von Blutprodukten geschädigt wurden. Es ist wichtig klarzustellen, dass die Entschädigung kein Schadensersatz im zivilrechtlichen Sinne ist, sondern eine Maßnahme der sozialen Solidarität zulasten des Staates. Sie besteht aus einer monatlichen lebenslangen Rente, deren Höhe je nach Schwere des von den zuständigen medizinischen Krankenhauskommissionen (CMO) festgestellten Schadens variiert. Das Verfahren zur Erlangung dieser Entschädigung ist rein verwaltungsrechtlicher Natur und muss durch Einreichung eines spezifischen Antrags bei der zuständigen ASL (Gesundheitsbehörde) eingeleitet werden, der mit allen medizinischen Unterlagen versehen ist, die die Verabreichung des Impfstoffs und den Ausbruch der Krankheit belegen.

Unterschied zwischen Entschädigung und vollständigem Schadensersatz

Oft wird die staatliche Entschädigung mit dem eigentlichen Schadensersatz verwechselt. Während die Entschädigung nach Gesetz 210/92 eine automatische Leistung ist, die bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen gewährt wird, folgt der Schadensersatz den Regeln der zivilrechtlichen Haftung. Um einen vollständigen Schadensersatz zu erhalten, der sowohl den immateriellen Schaden (Gesundheitsschädigung) als auch den materiellen Schaden (medizinische Kosten, Verdienstausfall) und den moralischen Schaden abdeckt, muss eine Schuld der Gesundheitseinrichtung, des medizinischen Personals oder ein Defekt des Arzneimittels nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang wird die Rolle eines auf Schadensersatz spezialisierten Anwalts entscheidend, um zu beurteilen, ob die Voraussetzungen für ein Vorgehen sowohl im Verwaltungsverfahren als auch im Zivilverfahren gegeben sind, um eine vollständige Wiedergutmachung des erlittenen Schadens zu erreichen.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci

Rechtsanwalt Marco Bianucci bearbeitet Fälle von Impfschäden mit einer rigorosen Methode, die die vorläufige medizinisch-rechtliche Analyse bevorzugt. Die Komplexität dieser Streitigkeiten liegt fast ausschließlich im Nachweis des Kausalzusammenhangs: Es muss nach dem Kriterium des "wahrscheinlicheren als nicht" bewiesen werden, dass die Krankheit eine direkte Folge der Impfung und nicht anderer natürlicher oder vorbestehender Ursachen ist. Die Anwaltskanzlei Bianucci arbeitet mit vertrauenswürdigen Gerichtsmedizinern und Spezialisten zusammen, um detaillierte Gutachten zu erstellen, die sowohl in der Verwaltungsphase vor der CMO als auch in einem eventuellen Gerichtsverfahren unerlässlich sind. Ziel ist es, eine solide Verteidigung aufzubauen, die keinen Raum für Interpretationsspielräume lässt, und den Mandanten von der Phase des Verwaltungsverfahrens bis hin zum eventuellen Gerichtsverfahren gegen das Gesundheitsministerium im Falle einer Ablehnung der Entschädigung zu begleiten.

Häufig gestellte Fragen

Wer kann die nach dem Gesetz 210/92 vorgesehene Entschädigung beantragen?

Die Entschädigung kann von jedem beantragt werden, der infolge von gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen oder auf Anordnung einer Gesundheitsbehörde dauerhafte Verletzungen oder Krankheiten erlitten hat. Das Verfassungsgericht hat dieses Recht auch auf Personen ausgedehnt, die durch empfohlene Impfungen geschädigt wurden, und anerkannt, dass das Vertrauen des Bürgers in die Anweisungen der Gesundheitsbehörden denselben Schutz verdient. Darüber hinaus steht das Recht auch Personen zu, die sich durch Kontakt mit einer geimpften Person mit Viren (wie HIV oder Hepatitis) infiziert haben, sowie Gesundheitspersonal, das während des Dienstes durch Impfungen geschädigt wurde.

Welche Fristen gelten für die Einreichung des Entschädigungsantrags?

Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von zwingenden Fristen gestellt werden, andernfalls verfällt das Recht. Die Frist beträgt drei Jahre für Impfungen und zehn Jahre für HIV- oder Hepatitis-Infektionen nach Transfusionen. Die Fristen beginnen ab dem Zeitpunkt, zu dem der Berechtigte Kenntnis von dem Schaden und dessen Zuordnung zur Impfung oder zur medizinischen Behandlung erlangt hat. Es ist unerlässlich, umgehend zu handeln, sobald der klinische Verdacht auf eine Korrelation besteht, und einen Anwalt für Schadensersatzansprüche zu konsultieren, um die Möglichkeit des Zugangs zu der Leistung nicht zu verlieren.

Ist es möglich, die Entschädigung mit dem Schadensersatz zu kumulieren?

Ja, es ist möglich, beide Wege zu beschreiten, jedoch mit wichtigen Präzisierungen. Die Entschädigung nach Gesetz 210/92 und der zivilrechtliche Schadensersatz sind kumulierbar, jedoch wird der bereits erhaltene Entschädigungsbetrag von der als Schadensersatz zugesprochenen Summe abgezogen (compensatio lucri cum damno). Dieser Mechanismus dient dazu, eine doppelte Wiedergutmachung für dasselbe Ereignis zu vermeiden. Dennoch ist es oft notwendig, auf Schadensersatz zu klagen, da die staatliche Entschädigung als Pauschalbetrag möglicherweise nicht die volle Höhe des vom Patienten und seinen Angehörigen erlittenen Schadens abdeckt.

Fordern Sie eine Bewertung Ihres Falls in Mailand an

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie infolge einer Impfung einen Gesundheitsschaden erlitten haben, ist es unerlässlich, mit Vorsicht und Kompetenz vorzugehen. Rechtsanwalt Marco Bianucci steht Ihnen zur Verfügung, um Ihre medizinischen Unterlagen zu analysieren und die Voraussetzungen für eine Entschädigung oder einen Schadensersatz zu prüfen. Kontaktieren Sie die Anwaltskanzlei Bianucci in der Via Alberto da Giussano 26 in Mailand, um einen Termin zu vereinbaren und die für Ihre Situation am besten geeigneten rechtlichen Optionen zu besprechen.