Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Eherecht

Arbeiten im Ausland ohne auf die Kinder zu verzichten: Es ist möglich

Die Notwendigkeit, für längere Zeit ins Ausland zu ziehen oder dort zu arbeiten, stellt für einen getrennten Elternteil eine komplexe Herausforderung dar. Die Hauptsorge ist verständlicherweise, eine starke und beständige Bindung zu seinen Kindern aufrechtzuerhalten, aus Angst, dass die physische Distanz zu einer emotionalen Entfremdung und dem Verlust der eigenen Elternrolle führen könnte. Das italienische Rechtssystem schützt jedoch das Recht auf beide Elternteile (bigenitorialità) auch in internationalen Kontexten, vorausgesetzt, es werden klare und funktionale Vereinbarungen getroffen. Als Fachanwalt für Familienrecht in Mailand verfügt Rechtsanwalt Marco Bianucci über fundierte Erfahrung in der Ausarbeitung von Rechtslösungen, die es ermöglichen, die beruflichen Bedürfnisse eines Elternteils mit dem Recht des Kindes auf eine kontinuierliche Beziehung zu beiden Bezugspersonen in Einklang zu bringen.

Der Leitgedanke: Das Kindeswohl

Wenn ein Richter über die Modalitäten der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts entscheiden muss, wenn ein Elternteil im Ausland lebt, wird jede Bewertung von einem einzigen, grundlegenden Prinzip geleitet: dem Kindeswohl. Das bedeutet, dass die Entscheidung nicht auf der Bequemlichkeit der Eltern basiert, sondern darauf, was dem Kind oder Jugendlichen die größte Stabilität und das größte psychophysische Wohlbefinden garantiert. Das Gesetz benachteiligt nicht den Elternteil, der aus beruflichen Gründen umzieht; im Gegenteil, es erkennt die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Bindung an. Folglich werden traditionelle Umgangsregelungen (z. B. abwechselnde Wochenenden) durch ein anderes System ersetzt, das darauf abzielt, geografische Barrieren zu überwinden und die gemeinsam verbrachte Zeit maximal zu nutzen.

Der Ansatz der Kanzlei: Flexible und detaillierte Elternpläne

Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, einem erfahrenen Anwalt für Familienrecht in Mailand, konzentriert sich auf die Erstellung eines internationalen Elternplans, der sowohl detailliert als auch flexibel ist. Eine allgemeine Vereinbarung ist oft die Quelle zukünftiger Konflikte. Daher ist es unerlässlich, jeden Aspekt präzise zu definieren und die Distanz von einem Hindernis zu einer handhabbaren Variable zu machen. Unsere Strategie basiert auf Verhandlungen und der Ausarbeitung von Vereinbarungen, die alternative und technologisch unterstützte Umgangsmodalitäten vorsehen und dem weit entfernten Elternteil garantieren, eine ständige und bedeutende Präsenz im Leben seines Kindes zu sein.

Konkret kann der Plan verschiedene Instrumente beinhalten. Persönliche Besuche werden in längere Zeiträume konzentriert, wie z. B. Sommer-, Weihnachts- und Osterferien, um einen längeren und qualitativ hochwertigen Aufenthalt zu gewährleisten. Hinzu kommt die Regelung der Fernkommunikation: keine einfachen Anrufe, sondern geplante Videoanrufe in regelmäßigen Abständen (z. B. mehrmals pro Woche), die es dem Elternteil ermöglichen, am Alltag des Kindes teilzunehmen, ihm bei den Hausaufgaben zu helfen oder einfach nur Momente des Tages zu teilen. Wenn diese Instrumente formell in die Trennungs- oder Scheidungsvereinbarung aufgenommen werden, werden sie zu einer rechtlichen Verpflichtung für den anderen Elternteil, der sie nicht behindern kann.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird das Umgangsrecht für einen Elternteil festgelegt, der im Ausland lebt?

Das Umgangsrecht wird durch eine Vereinbarung zwischen den Eltern, die vom Gericht genehmigt wird, oder direkt durch eine Gerichtsentscheidung festgelegt. Anstelle von kurzen und häufigen Treffen werden längere und kontinuierliche Aufenthalte bevorzugt, typischerweise während der Feiertage und Schulferien. Die Reisekosten und deren Aufteilung werden ebenfalls geregelt.

Können Videoanrufe persönliche Besuche ersetzen?

Nein, Videoanrufe ersetzen nicht das Recht auf persönliche Besuche, sondern ergänzen es. Sie sind ein grundlegendes Instrument, um einen täglichen und ständigen Kontakt aufrechtzuerhalten, aber die physisch gemeinsam verbrachte Zeit bleibt ein unersetzlicher Pfeiler der Eltern-Kind-Beziehung. Ihr Zweck ist es, die Lücken zwischen den Treffen zu schließen.

Was passiert, wenn der Elternteil in Italien die Fernkommunikation behindert?

Wenn der vom Gericht genehmigte Elternplan spezifische Fernkommunikationsmodalitäten vorsieht (z. B. Videoanrufe), stellt die Behinderung dieser Modalitäten eine Nichterfüllung der festgelegten Verpflichtungen dar. Der Elternteil, der sich im Ausland befindet, kann rechtliche Schritte einleiten, um die Einhaltung der Vereinbarung zu erwirken, und das Gericht bitten, den säumigen Elternteil zu ermahnen oder in schwerwiegenderen Fällen die Bedingungen der elterlichen Sorge zu ändern.

Ist es möglich, den Elternplan zu ändern, wenn ich wieder in ein anderes Land ziehe, um zu arbeiten?

Ja, Vereinbarungen bezüglich der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts sind nicht unveränderlich. Wenn sich die Lebensbedingungen eines Elternteils wesentlich ändern, wie z. B. ein neuer beruflicher Umzug, ist es möglich, ein Verfahren zur Änderung der Bedingungen einzuleiten, um den Elternplan an die neue Realität anzupassen, immer im vorrangigen Interesse des Kindes.

Ein maßgeschneiderter Plan für Ihre familiäre Zukunft

Eine Trennung oder Scheidung mit der Komplexität geografischer Distanz erfordert eine erfahrene und einfühlsame Rechtsberatung. Ziel ist es nicht nur, Regeln festzulegen, sondern ein neues Gleichgewicht zu schaffen, das für die gesamte Familie funktioniert. Rechtsanwalt Marco Bianucci bietet Beratung zur Ausarbeitung von Elternplänen, die Ihre Rolle und vor allem die Gelassenheit Ihrer Kinder schützen. Um Ihre spezifische Situation zu analysieren und die wirksamsten rechtlichen Strategien zu verstehen, kontaktieren Sie die Anwaltskanzlei Bianucci in Mailand für eine eingehende Bewertung Ihres Falls.