Das Thema der präventiven Einigung und ihre rechtlichen Auswirkungen sind im italienischen Insolvenzrecht von grundlegender Bedeutung. Mit dem Beschluss Nr. 9522 vom 09. April 2024 hat der Oberste Kassationsgerichtshof eine entscheidende Frage bezüglich des gesetzlichen Zahlungsverbots für Unternehmer behandelt und dessen Auswirkungen auf die Beitragsmäßigkeit von Unternehmen, die in dieses Verfahren einbezogen sind, geklärt.
Der vorliegende Beschluss stützt sich auf Artikel 168 des Insolvenzgesetzes, der dem Unternehmer nach der Zulassung zum Verfahren der präventiven Einigung Zahlungen verbietet. Dieses Verbot dient dem Schutz der Gläubiger und der geordneten Verwaltung der Unternehmensressourcen während der Restrukturierungsphase. Der Gerichtshof hat bestätigt, dass der Schuldner aufgrund dieses Verbots von der Verpflichtung befreit ist, die Bescheinigung über die Beitragsmäßigkeit, auch bekannt als DURC, für den Zugang zu öffentlichen Mitteln vorzulegen.
Zulassung zum Verfahren der präventiven Einigung – Gesetzliches Zahlungsverbot – Bestehen – Anwendungsbereich – Sachverhalt. Das gesetzliche Zahlungsverbot, das dem Unternehmer aufgrund der Zulassung zum Verfahren der präventiven Einigung auferlegt wird und sich aus Artikel 168 des Insolvenzgesetzes ergibt, bedeutet, dass der Schuldner – bei Bestehen dieses gesetzlichen Aussetzungsgrundes – sich in einer Situation befindet, die die Beitragsmäßigkeit des Unternehmens gemäß Artikel 5, Buchstabe b) des Ministerialdekrets vom 24. Oktober 2007 bestimmt. (In diesem Fall bestätigte der Oberste Kassationsgerichtshof die erstinstanzliche Entscheidung, die die Präsidentschaft des Ministerrats zur Auszahlung von Verlegerzuschüssen zugunsten der Genossenschaft verurteilt hatte, die nach einem Verfahren der präventiven Einigung in Zwangsliquidation versetzt worden war, da letztere aufgrund des genannten Grundsatzes von der Pflicht zur Vorlage der Bescheinigung über die Beitragsmäßigkeit, des sogenannten DURC, befreit war).
Die Bestätigung durch den Obersten Kassationsgerichtshof hat wichtige praktische Auswirkungen für Unternehmen in Schwierigkeiten. Zu den wichtigsten Überlegungen gehören:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Beschluss Nr. 9522 vom 24. Mai 2024 des Obersten Kassationsgerichtshofs einen grundlegenden Aspekt des italienischen Insolvenzrechts klärt. Die Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der Gewährleistung, dass Unternehmen, die in eine präventive Einigung einbezogen sind, auf öffentliche Zuschüsse zugreifen können, ohne die Last des Nachweises der Beitragsmäßigkeit tragen zu müssen, sofern das gesetzliche Zahlungsverbot besteht. Dies stellt einen Fortschritt beim Schutz von Unternehmen in Schwierigkeiten dar und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Tätigkeit ohne weitere bürokratische Hindernisse wieder aufzunehmen.