Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Strafrecht

Die Straftat der illegalen Einreise und des illegalen Aufenthalts im italienischen Hoheitsgebiet

Ein Strafverfahren in einem fremden Land zu durchlaufen, ist eine der komplexesten und stressigsten Situationen, die eine Person erleben kann. Wenn es um die Straftat der Illegalität geht, die in Artikel 10 bis des Einwanderungsgesetzes (Testo Unico sull'Immigrazione) geregelt ist, geht es nicht nur um die persönliche Freiheit oder eine Geldstrafe, sondern um die Möglichkeit selbst, die eigene Zukunft in Italien aufzubauen oder zu erhalten. Als Strafverteidiger in Mailand versteht Rechtsanwalt Marco Bianucci die menschlichen und rechtlichen Auswirkungen, die sich aus der Anklage dieser Straftat ergeben, zutiefst und bietet eine Unterstützung, die über die einfache technische Beratung hinausgeht, um die Grundrechte der Person zu verteidigen.

Rechtlicher Rahmen: Artikel 10 bis des Einwanderungsgesetzes

Die Straftat der illegalen Einreise und des illegalen Aufenthalts im Hoheitsgebiet des Staates wurde mit dem Sicherheitspaket von 2009 in unser Rechtssystem eingeführt. Konkret bestraft die Norm den Ausländer, der unter Verletzung der geltenden Vorschriften nach Italien einreist oder sich dort aufhält, ohne dazu berechtigt zu sein, zum Beispiel mit einer abgelaufenen und nicht erneuerten Aufenthaltsgenehmigung. Es ist wichtig zu klären, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die mit einer Geldstrafe von 5.000 bis 10.000 Euro geahndet wird. Obwohl für diesen spezifischen Tatbestand keine Freiheitsstrafe vorgesehen ist, hat eine strafrechtliche Verurteilung unmittelbare und schwerwiegende verwaltungsrechtliche Folgen, allen voran die Ausweisung aus dem nationalen Hoheitsgebiet. Die Komplexität der Materie erfordert eine sorgfältige Analyse der Umstände, da die Norm spezifische Rechtfertigungsgründe und Situationen vorsieht, in denen die Ausweisung nicht vollstreckt werden kann, wie z. B. bei Verfolgungsrisiken im Herkunftsland oder bei gesetzlich geschützten familiären Bindungen.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci bei der Verteidigung von Ausländern

Rechtsanwalt Marco Bianucci, ein erfahrener Anwalt für Straf- und Einwanderungsrecht in Mailand, geht Fälle von Illegalität mit einer gezielten und personalisierten Verteidigungsstrategie an. Das Hauptziel ist nicht nur die Bewältigung des Strafverfahrens, sondern die Lösung des Problems an der Wurzel, indem jede mögliche Möglichkeit zur Legalisierung der Situation des Ausländers geprüft wird. Der Ansatz der Kanzlei umfasst eine rigorose Analyse der Akte, um das Vorhandensein von Verfahrensmängeln im Ausweisungsdekret oder in der Zurückweisungsanordnung zu überprüfen. Oft kann das Strafverfahren gelähmt oder zu einem günstigen Ergebnis geführt werden, indem die Existenz eines "gerechtfertigten Grundes" nachgewiesen wird, der den Ausländer daran gehindert hat, das Hoheitsgebiet zu verlassen oder seine Dokumente zu erneuern. Darüber hinaus prüft Rechtsanwalt Marco Bianucci sorgfältig die Möglichkeit, das Verfahren in einen Antrag auf internationalen oder humanitären Schutz umzuwandeln, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen, und gewährleistet so eine Verteidigung, die strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Kompetenzen integriert.

Häufig gestellte Fragen

Was riskiere ich konkret bei einer Anzeige wegen Illegalität?

Das in Art. 10 bis des Einwanderungsgesetzes vorgesehene Vergehen wird mit einer Geldstrafe von 5.000 bis 10.000 Euro geahndet. Für dieses spezifische Vergehen ist keine Haftstrafe vorgesehen, aber die Anzeige leitet fast automatisch das Verwaltungsverfahren zur Ausweisung aus dem italienischen Hoheitsgebiet ein, was die schwerwiegendste Folge für diejenigen ist, die in Italien bleiben möchten.

Ist es möglich, die Ausweisung zu vermeiden, wenn ich Verwandte in Italien habe?

Ja, das Gesetz sieht in bestimmten Fällen ein Ausweisungsverbot vor, insbesondere zum Schutz der Familieneinheit. Wenn der Ausländer mit Verwandten bis zum zweiten Grad oder mit dem Ehepartner italienischer Staatsangehörigkeit zusammenlebt oder wenn minderjährige Kinder vorhanden sind, kann die Ausweisung rechtswidrig sein. Ein auf Einwanderungsrecht spezialisierter Anwalt wird prüfen, ob Ihr Fall unter Artikel 19 des Einwanderungsgesetzes fällt.

Kann ich gegen das Ausweisungsdekret Berufung einlegen?

Absolut ja. Gegen das vom Präfekten erlassene Ausweisungsdekret kann beim Friedensrichter des Ortes, an dem die ausstellende Behörde ihren Sitz hat, Berufung eingelegt werden. Die Fristen sind sehr kurz (in der Regel 30 Tage, in einigen Fällen verkürzt), daher ist es unerlässlich, sich umgehend an Rechtsanwalt Marco Bianucci zu wenden, um die Verteidigung vorzubereiten.

Wenn ich vom Strafdelikt freigesprochen werde, kann ich dann eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten?

Ein Freispruch im Strafverfahren wegen Illegalität ist ein wichtiger und günstiger Schritt, garantiert aber nicht automatisch die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung, die von verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen (Arbeit, Einkommen, Unterkunft) abhängt. Der Freispruch beseitigt jedoch ein schwerwiegendes Hindernis und erleichtert Wege zur Legalisierung oder Anträge auf besonderen Schutz.

Fordern Sie eine sofortige Rechtsberatung an

Wenn Sie oder ein Familienmitglied des Vergehens der Illegalität beschuldigt wurden oder ein Ausweisungsdekret erhalten haben, ist Zeit ein entscheidender Faktor. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine umgehende Bewertung Ihrer rechtlichen Situation. Die Kanzlei in der Via Alberto da Giussano 26 in Mailand ist bereit, Ihre Rechte mit Kompetenz und Hingabe zu verteidigen und die beste Strategie zu finden, um Ihren Aufenthalt in Italien zu schützen.