Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Strafrecht

Die Schwere der Fahrerflucht und die rechtlichen Konsequenzen

In einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein, ist eine traumatische Erfahrung, die Panik und Verwirrung auslösen kann. Sich jedoch vom Unfallort zu entfernen, insbesondere wenn Personen zu Schaden gekommen sind, stellt ein Verhalten dar, das streng vom Straßenverkehrsgesetz und vom Strafgesetzbuch sanktioniert wird. Als Strafverteidiger in Mailand verstehe ich, dass hinter einer Fahrerflucht oft keine kriminelle Absicht steckt, sondern ein momentaner Schockzustand. Es ist jedoch unerlässlich, umgehend zu handeln, um die Verteidigungsposition zu gestalten, da die Folgen von Freiheitsstrafen bis zum Entzug des Führerscheins reichen können.

Artikel 189 des Straßenverkehrsgesetzes schreibt die Pflicht vor, anzuhalten und Hilfe zu leisten. Das Gesetz unterscheidet zwei eigenständige Tatbestände: das Verbrechen der Fahrerflucht, das mit der bloßen Entfernung zur Vermeidung der Identifizierung begangen wird, und das Verbrechen der unterlassenen Hilfeleistung, das weitaus schwerwiegender ist und vorliegt, wenn die notwendige Hilfe für verletzte Personen nicht geleistet wird. Die Rechtsprechung ist sehr streng: Die Pflicht anzuhalten besteht auch im Zweifel, ob Personenschäden entstanden sind. Die Auseinandersetzung mit diesen Vorwürfen erfordert eine klare und kompetente Verteidigungsstrategie, die in der Lage ist, jedes Detail der Unfallhergangs zu analysieren.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci bei der Verteidigung in Strafsachen im Straßenverkehr

In der Anwaltskanzlei Bianucci, in der Via Alberto da Giussano 26 gelegen, gehen wir Fälle von Verkehrsdelikten mit einer analytischen und personalisierten Methode an. Die Rolle eines erfahrenen Anwalts für Strafrecht und Straßenverkehr ist nicht nur die Milderung der Strafe, sondern die Rekonstruktion der prozessualen Wahrheit. Unsere Verteidigungsstrategie konzentriert sich oft auf das subjektive Element des Verbrechens, d.h. den Vorsatz: Es muss nachgewiesen werden, ob die tatsächliche Kenntnis des Unfalls und der verursachten Verletzungen vorlag oder ob die Entfernung das Ergebnis einer mangelnden Wahrnehmung des Aufpralls oder eines Notstands war.

Wir arbeiten mit technischen Beratern zusammen, um die Vereinbarkeit der Schäden und den Unfallhergang zu analysieren, was entscheidend ist, um die Anklage zu entkräften oder zu relativieren. Darüber hinaus prüfen wir umgehend die Möglichkeit, auf alternative Verfahren oder Bewährungshelfer zurückzugreifen, Instrumente, die zur Einstellung des Verfahrens und zur Rettung des Strafregisters des Mandanten führen können. Ziel von Rechtsanwalt Marco Bianucci ist es, eine Verteidigung zu gewährleisten, die nicht nur die persönliche Freiheit schützt, sondern auch den Führerschein, der für die berufliche Tätigkeit des Mandanten oft unerlässlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fahrerflucht und unterlassener Hilfeleistung?

Es handelt sich um zwei unterschiedliche Straftaten gemäß Art. 189 des Straßenverkehrsgesetzes. Das Verbrechen der Fahrerflucht (Absatz 6) bestraft, wer sich im Falle eines Unfalls mit Personenschäden nicht entfernt und seine Identifizierung verhindert, und wird mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 3 Jahren bestraft. Die unterlassene Hilfeleistung (Absatz 7) bestraft, wer den verletzten Personen nicht die erforderliche Hilfe leistet, und ist ein schwereres Verbrechen, das mit Freiheitsstrafe von 1 bis zu 3 Jahren bestraft wird. Oft werden die beiden Verbrechen zusammen angeklagt, erfordern aber spezifische Verteidigungen.

Was droht mir, wenn ich nicht bemerkt habe, dass ich jemanden angefahren habe?

Damit das Verbrechen vorliegt, ist Vorsatz erforderlich, d.h. die Kenntnis, einen Unfall verursacht zu haben, der geeignet ist, Personenschäden zu verursachen. Wenn der Autofahrer den Aufprall nicht bemerkt hat (z. B. bei einem leichten Kontakt zwischen Spiegeln oder bei widrigen Wetterbedingungen), fehlt das psychologische Element des Verbrechens. In diesen Fällen ist es die Aufgabe des Strafverteidigers, die Abwesenheit der Absicht zur Flucht durch technische und Zeugenaussagen nachzuweisen.

Droht mir wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht eine Gefängnisstrafe?

Obwohl das Gesetz Freiheitsstrafen vorsieht, ist es für Ersttäter oft möglich, eine tatsächliche Haftstrafe zu vermeiden. Es gibt juristische Institute wie die bedingte Strafaufschiebung oder die Bewährungshelfer bei gemeinnütziger Arbeit, die, wenn sie vom Richter gewährt werden, die Einstellung des Verfahrens nach einer Periode gemeinnütziger Arbeit und Schadensersatz ermöglichen. Die Verteidigungsstrategie zielt gerade darauf ab, die Anwendung dieser günstigen Maßnahmen zu erreichen.

Wird mein Führerschein endgültig entzogen?

Die damit verbundene verwaltungsrechtliche Sanktion ist oft die größte Sorge. Bei Fahrerflucht ist ein Führerscheinentzug von 1 bis 3 Jahren vorgesehen, bei unterlassener Hilfeleistung von 1 Jahr und 6 Monaten bis zu 5 Jahren. In bestimmten und schweren Fällen kann der Richter jedoch den Entzug des Führerscheins anordnen. Eine rechtzeitige rechtliche Intervention ist unerlässlich, um zu versuchen, die Dauer des Entzugs zu begrenzen und übermäßige vorsorgliche Maßnahmen der Präfektur anzufechten.

Fordern Sie eine dringende Rechtsberatung an

Wenn Sie wegen Fahrerflucht oder unterlassener Hilfeleistung angeklagt sind, ist Zeit ein entscheidender Faktor. Machen Sie keine Aussagen, ohne vorher einen Anwalt konsultiert zu haben. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine sofortige und vertrauliche Bewertung Ihres Falls. Die Kanzlei empfängt Sie in Mailand, um die beste Verteidigungslinie zum Schutz Ihrer Freiheit und Ihres Führerscheins zu erarbeiten.