Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Schadensersatz

Schadensmanagement bei geteilter Haftung nach einem Verkehrsunfall

Die Bewältigung der Folgen eines Verkehrsunfalls ist immer ein heikler Moment, der noch komplexer wird, wenn die Unfallhergänge unklar sind oder eine geteilte Haftung zwischen den Fahrern bestritten wird. Oft neigen Versicherungsgesellschaften dazu, eine reduzierte Entschädigung anzubieten und sich auf die sogenannte Mitverschuldung zu berufen, was den Geschädigten mit einem Gefühl der Frustration und Unsicherheit zurücklässt. Das Verständnis der eigenen Rechte unter diesen Umständen ist entscheidend, um Entscheidungen nicht passiv zu akzeptieren, die die gerechte wirtschaftliche Entschädigung beeinträchtigen könnten. Als erfahrener Anwalt für Schadensersatz in Mailand versteht Rechtsanwalt Marco Bianucci die praktischen und emotionalen Schwierigkeiten, die mit diesen Angelegenheiten verbunden sind, und bietet die notwendige Unterstützung, um Klarheit über den Hergang des Ereignisses zu schaffen.

Mitverschuldung: Gesetzgebung und Auswirkungen auf die Entschädigung

Im italienischen Recht wird das Prinzip der Mitverschuldung hauptsächlich durch Artikel 1227 und Artikel 2054 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Insbesondere Artikel 2054 legt eine Vermutung der Mitverantwortung fest: Im Falle eines Zusammenstoßes zwischen Fahrzeugen wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet, dass jeder der Fahrer gleichermaßen zur Verursachung des von den einzelnen Fahrzeugen erlittenen Schadens beigetragen hat. Das bedeutet, dass in Ermangelung konkreter Beweise, die die alleinige Verantwortung einer Partei belegen, die Schuld zu 50 % auf die Beteiligten aufgeteilt wird. Die direkte Folge dieser Aufteilung ist die proportionale Reduzierung der zustehenden Entschädigung: Wenn eine Mitverschuldung von 30 % zu Lasten des Geschädigten festgestellt wird, wird die Entschädigung genau um diesen Prozentsatz gekürzt. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vermutung der Gleichheit durch die Vorlage strenger Beweise, die das korrekte Verhalten eines Fahrers und das inkorrekte Verhalten des anderen belegen, widerlegt werden kann.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci bei der Unfallrekonstruktion

Rechtsanwalt Marco Bianucci, ein erfahrener Anwalt für Schadensersatz in Mailand, geht Fälle von Mitverschuldung mit einer analytischen und datengesteuerten Methode an. Die Strategie der Kanzlei beschränkt sich nicht auf die einfache bürokratische Abwicklung des Versicherungsfalls, sondern beinhaltet eine sorgfältige Rekonstruktion der Unfallkinematik. Dies geschieht durch die eingehende Analyse der Berichte der eingreifenden Behörden, von Zeugenaussagen und, falls erforderlich, durch die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Kinematik-Experten zur Erstellung präziser technischer Rekonstruktionen. Ziel ist es, die Vermutung der Mitverantwortung, wo immer möglich, zu entkräften oder den dem Mandanten zugeschriebenen Verschuldensanteil zu minimieren. Die gesammelte Erfahrung ermöglicht es der Kanzlei, mit den Versicherungsgesellschaften aus einer starken Position heraus zu verhandeln, basierend auf soliden Beweismitteln, um sicherzustellen, dass die Schadensbewertung nicht willkürlich ist, sondern die tatsächliche Dynamik der Ereignisse widerspiegelt.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn im Polizeibericht nicht klar ist, wer schuld ist?

Wenn der Polizeibericht die Verantwortung nicht eindeutig zuweist, wenden die Versicherungen oft Artikel 2054 des Bürgerlichen Gesetzbuches an und vermuten eine Mitverschuldung von 50 %. In diesen Fällen ist das Eingreifen eines erfahrenen Anwalts für Schadensersatz unerlässlich, um weitere Beweismittel wie Zeugenaussagen oder Kinematik-Gutachten zu beschaffen, die geeignet sind, die überwiegende oder alleinige Verantwortung der Gegenseite nachzuweisen.

Wird die Entschädigung für einen Mitfahrer bei Mitverschuldung reduziert?

Im Allgemeinen nein. Der beförderte Dritte hat Anspruch auf vollständige Entschädigung für die erlittenen Schäden, unabhängig von der Verantwortung der am Unfall beteiligten Fahrer. Das Gesetz schützt den Mitfahrer in besonderer Weise, außer in außergewöhnlichen Fällen, in denen der Mitfahrer selbst aktiv zur Verursachung des Schadens beigetragen hat, z. B. durch Beeinträchtigung der Fahrweise.

Kann ich den mir von der Versicherung zugeschriebenen Verschuldensanteil anfechten?

Absolut. Der Entschädigungsvorschlag der Versicherung ist kein endgültiges Urteil. Es ist möglich und oft ratsam, die vorgeschlagene Haftungsaufteilung anzufechten, wenn diese nicht den Tatsachen entspricht. Rechtsanwalt Marco Bianucci unterstützt die Mandanten genau in dieser Phase, indem er mit den Sachbearbeitern kommuniziert und unterstützende Dokumentation vorlegt, um die Zuweisung der Verantwortung zu korrigieren.

Wie viel Zeit habe ich, um Schadensersatz in Mailand zu fordern?

Das Recht auf Schadensersatz aus der Fahrzeugnutzung verjährt zwei Jahre nach dem Ereignis. Wenn die Tat jedoch eine Straftat darstellt (wie im Falle von schweren Verletzungen oder fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr), können die Verjährungsfristen länger sein. Es ist jedoch unerlässlich, umgehend zu handeln, um keine entscheidenden Beweismittel für die Rekonstruktion des Unfalls zu verlieren.

Fordern Sie eine Bewertung Ihres Falls an

Wenn Sie in einen Verkehrsunfall in Mailand verwickelt waren und Ihnen eine Mitverschuldung vorgeworfen wurde oder das Entschädigungsangebot nicht angemessen erscheint, ist es wichtig, bewusst zu handeln. Rechtsanwalt Marco Bianucci steht Ihnen zur Verfügung, um die Unfallunterlagen zu prüfen und die am besten geeignete Strategie zum Schutz Ihrer Interessen zu bewerten. Kontaktieren Sie die Anwaltskanzlei Bianucci, um einen Termin in der Kanzlei zu vereinbaren und eine professionelle Einschätzung Ihrer Situation zu erhalten.