Avv. Marco Bianucci
Avv. Marco Bianucci

Anwalt für Strafrecht

Eine Vorladung von den Strafverfolgungsbehörden oder der Staatsanwaltschaft als sachkundige Person zu erhalten, ist ein Ereignis, das verständlicherweise Besorgnis und Unsicherheit hervorruft. Oft fragt man sich nach den Gründen für die Vorladung, den potenziellen Risiken und wie man sich während der Anhörung am besten verhält. In diesen heiklen Situationen ist es unerlässlich, seine Rechte und Pflichten genau zu verstehen, um die eigene rechtliche Stellung nicht zu gefährden. Als erfahrener Strafverteidiger in Mailand befasst sich Rechtsanwalt Marco Bianucci mit diesen Situationen und bietet dem Mandanten eine sorgfältige Vorbereitung und eine präventive Verteidigungsstrategie, die unerlässlich ist, um die Anhörung mit der nötigen Gelassenheit und dem nötigen Bewusstsein anzugehen.

Was bedeutet es, eine sachkundige Person zu sein?

Im Rahmen des italienischen Strafprozessrechts entspricht die Figur der sachkundigen Person (oft im Fachjargon als Person bezeichnet, die aufgefordert wird, summarische Zeugenaussagen zu machen, oder SIT) einer Person, von der angenommen wird, dass sie Kenntnis von Umständen hat, die für eine laufende Untersuchung nützlich sind. Es handelt sich nicht um einen Verdächtigen, sondern um einen potenziellen Zeugen, den die Strafverfolgungsbehörden oder die Staatsanwaltschaft hören möchten, um die Dynamik einer mutmaßlichen Straftat zu rekonstruieren.

Die Grenze zwischen Zeuge und Verdächtigem kann jedoch äußerst schmal sein. Während der Informationserhebung besteht immer das Risiko, dass die Person, auch in völliger Gutgläubigkeit, selbsteinweisende Erklärungen abgibt, d. h. Aussagen, aus denen sich Hinweise auf eine eigene Straftat ergeben. Die italienische Rechtsordnung sieht in Artikel 63 der Strafprozessordnung vor, dass die zuständige Behörde die Befragung unverzüglich unterbrechen muss, wenn solche Hinweise auftauchen, die Person darauf hinweisen muss, dass aufgrund ihrer Erklärungen Ermittlungen gegen sie durchgeführt werden können, und sie auffordern muss, einen Verteidiger zu benennen. Von diesem Zeitpunkt an dürfen die zuvor gemachten Erklärungen nicht gegen die Person selbst verwendet werden.

Der Ansatz der Anwaltskanzlei Bianucci

Eine Anhörung ohne richtige Vorbereitung kann erhebliche Risiken bergen. Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, einem erfahrenen Strafverteidiger in Mailand, konzentriert sich auf eine sorgfältige präventive Analyse und ständige Begleitung. Obwohl das Gesetz die obligatorische Anwesenheit eines Verteidigers bei der Einholung summarischer Informationen von einer sachkundigen Person nicht vorsieht (im Gegensatz zu einem Verdächtigen), erweist sich die rechtliche Unterstützung vor der Anhörung als entscheidender strategischer Schritt.

Die Anwaltskanzlei Bianucci widmet sich der Prüfung des Kontexts der Vorladung und der Bewertung potenzieller Szenarien und Gründe, warum der Mandant möglicherweise vorgeladen wurde. Ziel ist es, dem Mandanten die Grenzen seiner Wahrheitspflicht und das grundlegende Recht, sich nicht selbst zu belasten, zu verdeutlichen. Rechtsanwalt Marco Bianucci bereitet den Mandanten darauf vor, die Fragen mit Klarheit zu beantworten, Missverständnisse, Widersprüche oder Aussagen zu vermeiden, die von den Ermittlern falsch interpretiert werden könnten, und so die maximale Wahrung der Freiheit und Ehre des Bürgers zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Bin ich verpflichtet, zu erscheinen, wenn ich als sachkundige Person vorgeladen werde?

Ja, das Erscheinen ist eine gesetzliche Verpflichtung. Wenn eine ordnungsgemäß vorgeladene Person ohne triftigen und nachgewiesenen Hinderungsgrund (wie z. B. schwere gesundheitliche Gründe) nicht erscheint, kann die Justizbehörde die zwangsweise Vorführung durch die Strafverfolgungsbehörden anordnen und mögliche Sanktionen für die Nichteinhaltung der Anordnung prüfen.

Was passiert, wenn ich mich weigere, die Fragen der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu beantworten?

Die sachkundige Person ist gesetzlich verpflichtet, die ihr gestellten Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, andernfalls droht die Straftat der falschen Angaben gegenüber der Staatsanwaltschaft oder der Kriminalpolizei. Es gibt jedoch eine grundlegende Ausnahme: Niemand ist verpflichtet, über Tatsachen auszusagen, aus denen sich eine eigene strafrechtliche Verantwortung ergeben könnte. In diesen Fällen gilt das Recht, nicht zu antworten, um sich nicht selbst zu belasten.

Kann ich mich während der Anhörung von einem Anwalt begleiten lassen?

In der Regel findet die Anhörung einer sachkundigen Person ohne Anwesenheit eines Verteidigers statt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich vor der Befragung an einen Anwalt zu wenden, um seine Rechte zu verstehen, die Grenzen seiner Aussagen festzulegen und sich angemessen auf die Fragen der Ermittler vorzubereiten, um das Risiko, unfreiwillig die Rolle eines Verdächtigen zu übernehmen, zu minimieren.

Schützen Sie Ihre Rechte: Fordern Sie eine Rechtsberatung an

Eine Vorladung durch die Justizbehörde erfordert Schnelligkeit und einen durchdachten Ansatz. Stellen Sie sich dieser Situation nicht allein, überlassen Sie sie dem Zufall oder unerfahrenen Ratschlägen. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci in der Kanzlei in der Via Alberto da Giussano, 26 in Mailand, um Ihre Situation sorgfältig zu prüfen. Durch ein vertrauliches und professionelles Gespräch wird Ihnen die Anwaltskanzlei Bianucci die notwendigen rechtlichen Instrumente an die Hand geben, um die Vorladung mit Zuversicht anzugehen und Ihre Rechte in jeder Phase des Verfahrens zu wahren.