Die Konfrontation mit einem Strafverfahren wegen Vermögensdelikten stellt für den Beschuldigten einen Moment starken Stresses und großer Unsicherheit dar. Das genaue Verständnis der Art des Vorwurfs ist der erste grundlegende Schritt zum Aufbau einer wirksamen Verteidigung. Als Strafverteidiger in Mailand unterstützt Rechtsanwalt Marco Bianucci regelmäßig Mandanten, denen Diebstahl vorgeworfen wird, und führt sie durch die Komplexität des Strafgesetzbuches und die Nuancen, die die verschiedenen Tatbestände unterscheiden. Die Unterscheidung zwischen einem einfachen Diebstahl und einem durch Geschicklichkeit erschwerten Diebstahl ist nicht rein akademisch, sondern hat erhebliche Auswirkungen auf die Strafverfolgung und das Strafmaß.
Das italienische Strafgesetzbuch bestraft in Artikel 624 jeden, der sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, indem er sie demjenigen, der sie besitzt, entzieht, um sich oder anderen einen Vorteil zu verschaffen. Die Schwere des Verhaltens und die daraus resultierende Sanktion variieren jedoch erheblich, wenn erschwerende Umstände vorliegen. Einer der häufigsten ist die Geschicklichkeit, die in Artikel 625 Nr. 4 c.p. vorgesehen ist.
Man spricht von Diebstahl mit Geschicklichkeit, wenn der Täter mit besonderer körperlicher Geschicklichkeit oder List vorgeht, um die normale Wachsamkeit des Opfers auf die Sache zu umgehen. Typische Beispiele sind Taschendiebstahl in öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Entwendung von Gütern, indem man einen absichtlich herbeigeführten Moment der Ablenkung ausnutzt. Der rechtliche Unterschied ist entscheidend. Während der einfache Diebstahl auf Anzeige des Verletzten strafbar ist (mit Ausnahmen), wird der durch Geschicklichkeit erschwerte Diebstahl von Amts wegen verfolgt. Das bedeutet, dass das Strafverfahren unabhängig vom Willen des Opfers, die Anzeige zurückzuziehen, fortgesetzt wird, was den Angeklagten härteren Haftstrafen aussetzt, die bis zu sechs Jahre Gefängnis betragen können.
Der Ansatz von Rechtsanwalt Marco Bianucci, einem erfahrenen Strafverteidiger in Mailand, basiert auf einer sorgfältigen Analyse der Beweismittel. Nicht jede schnelle Wegnahme stellt Geschicklichkeit dar. Die Rechtsprechung hat klargestellt, dass die bloße Unachtsamkeit des Opfers, die nicht vom Täter provoziert wurde, möglicherweise nicht ausreicht, um die erschwerende Umstand zu begründen. Das Hauptziel der Kanzlei ist oft die Umschreibung der Tat (Herabstufung) von einem erschwerten Diebstahl zu einem einfachen Diebstahl.
Durch die Untersuchung von Überwachungskameras, Zeugenaussagen und Polizeiberichten arbeitet die Anwaltskanzlei Bianucci daran, das Fehlen der für die erschwerende Umstand erforderlichen besonderen kriminellen Fähigkeit nachzuweisen. Wenn das Gericht der Verteidigungsthese zustimmt und die Straftat in einen einfachen Diebstahl umschreibt und inzwischen eine Schadensersatzzahlung mit Rücknahme der Anzeige durch das Opfer erfolgt ist, kann eine Entscheidung, dass kein Verfahren einzuleiten ist, erreicht werden, wodurch der Fall ohne strafrechtliche Verurteilung abgeschlossen wird. Jeder Fall wird mit höchster Vertraulichkeit und einer personalisierten Strategie behandelt, die darauf abzielt, die Auswirkungen auf das Leben des Mandanten zu minimieren.
Das Strafgesetzbuch sieht für Diebstahl, der durch Geschicklichkeit erschwert wird, eine Freiheitsstrafe von zwei bis sechs Jahren und eine Geldstrafe von 927 bis 1.500 Euro vor. Dies sind deutlich härtere Sanktionen als bei einfachem Diebstahl, weshalb eine fachkundige Verteidigung von Anfang an unerlässlich ist.
Im Falle von Diebstahl mit Geschicklichkeit, da die Straftat von Amts wegen verfolgt wird, löscht die Rücknahme der Anzeige (remission) die Straftat nicht automatisch aus. Wenn es der Verteidigung jedoch gelingt, die erschwerende Umstand der Geschicklichkeit zu Fall zu bringen, wird die Straftat wieder anzeigepflichtig, und in diesem Fall würde die Rücknahme zur Auslöschung der Straftat führen.
Geschicklichkeit ist keine bloße Schnelligkeit. Rechtlich gesehen impliziert sie ein Verhalten, das sich durch besondere Gewandtheit, Schnelligkeit oder List auszeichnet und geeignet ist, die Wachsamkeit des Opfers zu überraschen. Wenn die Wegnahme einfach deshalb erfolgt, weil das Opfer die Sache unbeaufsichtigt gelassen hat, liegt die erschwerende Umstand möglicherweise nicht vor.
Wenn Sie nicht vorbestraft sind, sieht das Rechtssystem Institute vor, die eine Haftstrafe vermeiden können, wie z. B. die bedingte Aussetzung der Strafe, wenn die Verurteilung bestimmte Zeitgrenzen (in der Regel zwei Jahre) nicht überschreitet. Rechtsanwalt Marco Bianucci wird alle Optionen prüfen, einschließlich der Bewährung, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Wenn Sie wegen Diebstahls beschuldigt werden oder eine Vorladung erhalten haben, ist es unerlässlich, umgehend zu handeln. Kontaktieren Sie Rechtsanwalt Marco Bianucci für eine Bewertung Ihres Falls in seiner Kanzlei in der Via Alberto da Giussano, 26 in Mailand. Eine kompetente Verteidigung kann den Unterschied zwischen einer Verurteilung und einem Freispruch oder einer reduzierten Strafe ausmachen.